Im Winter auf Karpfen

Selfmade-Baits
2022-09-28 10:36:00 / Tipps & Wissen
Im Winter auf Karpfen - Im Winter auf Karpfen

Im Winter auf Karpfen angeln, das ist für viele sehr abwegig. Dass man im Winter sehr wohl Karpfen fangen kann und sich die verbrachte Zeit am Wasser lohnen kann, möchten wir euch in diesem kurzen Bericht schmackhaft machen.
Wir beleuchten in diesem Bericht: Gewässer und Spotwahl, Futter und Futtertaktik und unser Lieblings Rig, welches wir in dieser schwierigen Zeit hauptsächlich einsetzten.  

Gewässer und Spotwahl

Im Winter suchen wir uns kleinere Gewässer bis maximal 20 Hektar aus, wenn es geht, sogar noch kleiner. Dabei sollten möglichst Gewässer von mit üppigen Bestand gewählt werden. Die Fische jetzt zu finden ist nicht immer einfach, denn sie verraten sich fast nie und kommen nur selten an die Oberfläche. Also hilft uns eine kleinere Wassermenge und ein guter Bestand die Fische schneller zu finden. Dabei ist uns die Tiefe völlig egal, wir fangen oft Winterkarpfen in Gewässern mit Tiefen von weniger als drei Metern.

Bei der Spotwahl darf man sich keinesfalls nur auf die tiefsten Bereiche des Sees konzentrieren, nicht immer sind hier die Karpfen im Winter zu finden. Wir fangen sie oft viel besser an natürlichen Unterständen, wie beispielsweise überhängenden Bäumen oder in der Nähe von Krautfeldern, die auch im Winter noch Nahrung für die Fische bringen.

Futter und Futtertaktik

Zum Futteransatz lässt sich sagen: deutlich weniger, aber attraktiv! Warum das so ist, liegt klar auf der Hand, die Karpfen gehören zu den wechselwarmen Tieren und fahren daher Ihren Stoffwechsel bei kalten Wasser runter und nehmen dadurch deutlich weniger Futter am Tag auf. Manchmal nur 75g, manchmal fressen sie auch nicht jeden Tag. Wer jetzt zu viel Futter einbringt, der Überfüttert die Fische und die Chance einen Winterkarpfen zu fangen ist bereits vertan.

Wir setzen im Winter auf kleine Boilies in den Größen 14mm und 18mm und Amino 365 Pellets. Die Boilies können teilweise gecruscht werden. Das Ganze mit dem passenden Liquid benetzt und mit Powder oder Stickmix bestäubt. Dabei düarf es ruhig etwas mehr Liquid sein, denn dadurch das die Fische ihr Stoffwechsel runterfahren, sind sie auch nicht so aufnahmefähig.

Den Mix wird per Spomb oder Futterboot an den Platz gebracht, dass bringt schon mal einen guten Ausblick in Form eines attraktiven Mixes und einer schmackhaft duftenden Wolke. Hierbei kann man durch Maden etwas Bewegung ins Spiel bringen.
Bei den Boilies setzen wir auf den Scopex + aus der Active-Serie, da dieser Boilie ohne Fischmehl aufgebaut ist und seine Fähigkeiten im kalten Wasser deutlich besser ausspielt, als Fischmehlhaltige Boilies dies tun. Weiterhin stehen der PineNut und der Essential Spice ganz ober auf unserer Liste.

Wichtig ist hierbei das punktgenaue Füttern und ausbringen der Rigs. Daher bietet sich das Arbeiten mit den Distance-Sticks an! Verwendet zunächst als Futtermenge eine Spomb und ca. 5-10 Boilies, die mit dem Wurfrohr, um den Hakenköder herum gefüttert werden. Das reicht in den meisten Fällen völlig.

Lieblingsrig

Im Winter muss es oft beim ersten Mal klappen und der Fisch sollte den Hakenköder möglichst als erstes aufnehmen. Das schafft aus unserer Sicht, das Chod Rig am besten. Es ist nicht nur fast überall einsetzbar, sondern sticht auch aus der kleinen Menge Futter heraus. Weiterhin lässt es sich gut Werfen und wer damit schon gefischt hat weiß, dass die Biss Frequenz mit diesem Rig oft am höchsten ist. Wenn sie diese Dinge beachten, glauben wir das ihr zu eurem Winterkarpfen kommen könnt.

Viel Erfolg wünschen Stefan Göhring und Thies Jacobsen

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