Nach langem Warten endlich wieder auf die Reise nach Südfrance!

22.10.2011 00:00 | Teamberichte

Geplant war ein Trip an einen Stausee im fernen Süden mit meiner Tochter Claudia. Der Bestand soll wohl relativ gut sein, Nachteil sind leider die vielen Katzenwelse. Bevor wir los fuhren, räumten wir fast unser gesamtes Sortiment an Boilies aus dem großen Regal, um für eventuelle Ausweichmöglichkeiten gerüstet zu sein. Zudem wollten wir die Katzenwelse durch die große Futtermenge sättigen, um dann Ruhe zu haben an den feinen Hakenködern.

Der Weg dorthin war eigentlich relativ schnell und leicht gefunden, kleine Abweichungen gibt es aber natürlich immer.

Dort angekommen mussten wir feststellen, dass wir fast nur noch eine Pfütze vorfanden, was zur momentanen Zeit und bei dem heißen Wetter normal ist. Die Plätze an der Staumauer, welche ja somit die Besten sind, wenn der flachste Teil der Barrage schon leer ist, waren leider von Einheimischen rund herum bereits besetzt. So entschieden wir uns also, fast in der Mitte unser Camp aufzubauen. Während wir fast fertig waren, fing es an zu regnen. Wir machten somit also noch schnell unsere Ruten fertig, um uns dann von der Fahrt zu erholen und relaxten auf der Liege, sahen bzw. hörten dem starken Regen zu und schliefen dann auch bald ein. Bis zum nächsten Morgen machten wir immer wieder kurze Kontrollen um unseren Platz, denn der Regen sowie der Wind hielten weiter an. Sogar in unserem Zelt hatte sich ein Zufluss gebildet und die Brühe lief zwischen unsere Sachen. So regnete es knapp über 24 Stunden; als der Regen am nächsten Nachmittag aufhörte, konnten wir erst so richtig die Aussicht und den See genießen. Doch als wäre es da schon vorüber gewesen, gerade dann stieg das Wasser in den nächsten Stunden um ein Vielfaches und wir entschieden uns, zumindest die nächste Nacht im Auto zu verbringen und das Zelt sowie das ganze Tackle wieder zu verstauen und abzubauen. Das Wasser ist zu diesem Zeitpunkt ca. 1 Meter gestiegen, doch wir merkten schon: Das ist noch nicht alles. Logischerweise gibt es eine Menge Zuflüsse, die sich zwischen dem Gebirge bilden. Der darauf folgende Morgen zeigte, dass unser Zelt bereits circa 40 cm unter Wasser stehen würde. Unsere Rod Pods standen fast bis zu den Rollen im Wasser. Wir machten eine kleine Rundfahrt um den See, um zu schauen, ob sich durch das steigende Wasser inzwischen ein besserer Platz gefunden hat, doch dabei mussten wir feststellen, dass der Fluss, welcher in den See fließt, völlig verdreckt hinein floss und es nicht mehr lange dauern würde, ehe auch unseren bisherigen Platz das braun verfärbte Wasser erreicht hätte. Uns blieb also eine Entscheidung zwischen Abreisen und einen anderen See aufsuchen oder ein paar Tage zu warten, bis alles wieder klarer wird. Bis dato hatten wir noch keine einzige Reaktion auf unseren Microns zu Gesicht bekommen. Der Beschluss stand also fest: Wir fahren an ein Ausweichgewässer, welches um die 200 km entfernt liegt. Einen Altarm, welchen wir schon einmal in den vergangenen Jahren befischten.

         

Am See angekommen versuchten wir, einen anderen Platz als den vom letzten Mal zu befischen, doch die Zugänge sind nicht die Besten und somit mussten wir uns dann doch damit zufrieden geben. Unser noch verdrecktes und feuchtes Tackle wurde also wieder aufgebaut und so konnten wir endlich die unbequeme Nacht im Auto vergessen. Und auch hier fing es wieder an zu regnen, wir hatten also nicht wirklich Glück mit dem Wetter. In der Nacht verwendeten wir aber nur 4 statt 8 Ruten, denn sonst wären wir wohl nicht mehr hinterher gekommen. Aber endlich lief es, die Fische fühlten sich wohl und fingen an, eine Menge unseres Futters zu verspeisen. Der erste ersehnte Biss kam bereits kurz nach dem Ablegen am ersten Abend auf knapp 350 m. Doch viele weitere Fische, welche in den nächsten Nächten unsere Hakenköder einsaugten, befreiten wir direkt im Boot und ließen sie wieder frei, denn die Größenklasse war meist die Gleiche. War aber mal ein Außergewöhnlicher dabei, so kam er schnell mit ans Ufer, ein kurzes Foto oder gesackt bis zum nächsten Morgen und dann konnte er wieder ins Element. Doch einer dieser Fische zeigte uns noch seine Kräfte, die er durch den Flussaltarm hatte. Nach dem ich zum Drillen die 300 m raus ruderte und der Fisch schnell in Richtung Kescher wanderte, öffnete ich die Bremse ein wenig und legte die Rute kurz zur Seite. Doch in dem Moment sprang der Fisch wieder aus dem Kescher, ich packte glücklicherweise noch rechtzeitig die Rute und ein weiterer Drill folgte. Spaß hat es auf jeden Fall noch mal gemacht. Am kommenden Tag konnten wir endlich mal die Sonne genießen, welche über 25° C Wärme ausstrahlte. Da erhöhten wir dann die Rutenanzahl auf 6. Nebenbei gab es eine Menge Raubfischangler am See, die uns ebenfalls dazu animierten, auch mal die Spinn- bzw. Stipprute auszuwerfen. Dabei gingen uns ebenfalls die verschiedensten Fische an den Haken. Als es am Abend weiter regnete, hatten wir nicht mehr die größte Lust, nach einem immer wieder kurzen tanzenden Bobbin die Rute erneut auf diese Entfernung abzulegen, also warf ich sie einfach normal aus. Und genau diese Stelle funktionierte am besten und brachte die größten Fische auf die Matte. Letztendlich konnten wir auf folgende Köder aus dem Hause Selfmade-Baits fangen: Active- Banana, Marine Instinct, Shellfisch und unser neuer Proto Essential- Spice. Der „Blickfänger“ beim Anfüttern war Scopex+. Während der gesamten Session, verloren wir nur einen Fisch, er wäre fast im Kescher gelandet, doch durch den hohen Anteil an großen Muscheln (welche eine Durchschnittsgröße von 10cm haben), rieb die Schlagschnur so sehr und trennte mich vom Fisch.

        

        

         

          

 

                                       

Nachdem das Wetter immer besser wurde, ließen auch die Läufe nach, wir konnten also immer weniger Fische fangen, da ihnen wohl das schlechte Wetter zum Fressen wohler ist.

Doch so läuft unser Hobby nun mal. Ein Hoch und Tief ist immer dabei!

Aus dem Fieldtester Team von Selfmade-Baits

Frank und Tochter Claudia Ulrich

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