Lust auf eine letzte Session 2014

11.03.2015 15:38 | Supporterberichte

Es war Ende November und ich hatte meine Ruten schon weggeräumt. Aber die Lust auf eine letzte Session war zu stark, ich musste noch mal ans Wasser, bevor der richtige Winter kommt. Nach einem Telefonat mit meinem Angelkumpel hatten wir eine Session festgelegt: Es sollte für fünf Nächte nach Süden. Nicht, um Wärme zu finden, denn der Stausee, den wir uns ausgesucht hatten, liegt auf 650 m Höhe. Das heißt,  dass zwischen Tag und Nacht sehr verschiedene Temperaturen herrschen können und es vor allem nachts sehr kalt werden kann. Nein, wir wollten vor allem mal was Anderes sehen.

Die Fahrt war lang aber wir kamen nach 8 Stunden endlich an. Der See ist 14 km lang und es gibt drei Nachtangelzonen, die ungefähr 2,5 km lang sind. Wir meinten vorher, dass Ende November nicht mehr viele Angler am See sein würden,  aber leider waren viele Plätze schon besetzt und die Angelmöglichkeiten reduziert. Nach drei Stunden Fahrt um den See und nach einigen Gesprächen mit anderen Anglern war klar, dass seit ein paar Wochen nicht viel lief. Einige Jungs saßen seit zwei Wochen auf einem guten und bekannten Platz des Sees und hatten nur zwei Bisse bekommen. Wir haben uns dann für einen „Luxusplatz“ entschieden, wo man das Auto direkt hinter den Bivvys parken kann, weil mein Freund gerne seinen Komfort hat und auch, weil wir an diesem Platz einige Fische springen sehen konnten.

 

Einmal alles ausgepackt und den Umgebung mit dem Echolot abgesucht, haben wir unsere Ruten auf jeden interessanten Platz gelegt. Wir konnten auf diversen Spots angeln: Einen 10 m langen Baum in vier Metern Tiefe, ein Loch von elf Metern (drum herum war es nur 5 Meter tief), einige Plateaus  und natürlich wie bei jeder meiner Sessions 2 Ruten am Ufer zu beiden Seiten des Platzes. Was Boilies anbelangt, haben wir 20 kg Pineapple+, 20 kg Natural Instinct und 20 kg Tigernüsse mitgenommen. Dazu noch die zugehörigen Pop Ups, Hookbaits und Baitdips, so konnten wir uns schon einige Futterplätze aufbauen.

Die erste Nacht kam und der erste Fisch war direkt ein besserer mit 17,4 kg, der auf einen 18 mm Pineapple+ Boilie mit einer Tigernuss biss. Es war super, erste Nacht und schon einen Fisch auf der Matte. Unser erster kurzer Angeltag ging rum und wir konnten unsere zweite Nacht mit großem Vertrauen beginnen. Nach einer kalten Nacht mit 0 Grad konnten wir wieder mit einem 19 kg Pineapple Schuppi vor der Kamera stehen. Die dritte Nacht wieder ein 15,6 kg Fisch. Das Angeln war gut, denn über drei Nächte waren wir die einzigen von 4 Anglern in unserer Nachtangelzone, die was gefangen hatten.

Am Nachmittag des dritten Tages fuhr ich mit dem Auto eine Runde um den See, um zu sehen, ob woanders was los war. Nach ungefähr 2 Kilometern Fahrt habe ich sofort mein Auto gestoppt, denn ich konnte in einer kleinen Zone überall Fische springen sehen. Ich wartete hier eine halbe Stunde, in der ich ungefähr 50 Fische springen sehen konnte. Keine Großen aber trotzdem Fische bis ungefähr 12 Kilo. Ich konnte dem nicht weiter zusehen: Ich fuhr direkt zurück zu unserem Camp, um mir eine Rute und ein paar Natural Instinct Boilies zu holen. Ich hatte nur noch ungefähr eine Stunde, um dieser Nicht-Nachtangelzone zu fischen, bevor es Nacht wurde. Es reichte mir, denn innerhalb von 1 Stunde habe ich zwei Schuppis von je 10 kg gefangen. Ich konnte ganz stolz zu meinem Kumpel zurückkehren, um ihm zu erzählen, was ich erlebt habe und ihm zu sagen, dass ich es am nächsten  Nachmittag wieder für 2 Stunden versuchen würde.

Nach unserer vierten und vorletzten Nacht konnten wir wieder einen schönen Schuppi von 15,2 kg mit Natural Instinct Boilies fangen. Nach dem Mittagessen fuhr ich dann wieder übermotiviert zu dem Platz, der mir gestern die Fische brachte.  Aber meine Motivation war schnell erkaltet, denn in 2 Stunden angeln bekam ich keinen einzigen Biss mehr. Es war klar: Die Fische waren verschwunden und sicher an einer anderen Stelle auf dem See. Dieser Angeltag war dann zu Ende für mich, denn am nächsten Tag fuhren wir wieder nach Hause. Wir verbrachten dann unseren letzten Abend neben einem guten Feuer und genossen ein gutes Essen und eine gute Flasche Wein, vielleicht auchzwei. Die letzte Nacht brachte uns aber keinen Fisch mehr, schade. Unsere letzte Session des Jahres war dann vorbei. Wir waren stolz auf uns, so schöne Fische gefangen zu haben. Unsere Strategie hat funktioniert, alles war gut für uns. Wir konnten dann alles zusammen packen und nach Hause fahren.

 

 

 

Noch viel Glück Euch allen im neuen Jahr und ich hoffe bis bald mit neuen Stories.

Selfmade-Baits-Supporter  Claude Heitzmann – Frankreich

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