Kraut, im Schilf gedrillt und neuer PB

15.09.2011 17:07 | Kundenberichte

Nachdem Lars und ich dieses Jahr schon einige Male am Wasser waren, entschlossen wir uns wieder eine gemeinsame Session zu starten. Mit dabei war auch meine Frau Franzi und so wollten wir uns an einem herrlichen Natursee von ca. 60ha eine schöne Zeit machen.
 
Es war sehr schwierig an dem See eine geeignete Stelle zu finden, denn wo man schaute waren Privatgrundstücke, die bis ans Wasser reichten. Wir entschlossen uns Kontakt zu einem Eigentümer aufzunehmen und dieser erteilte uns auch die Erlaubnis von seinem Grundstück aus zu angeln. Eigentlich wollten wir eine ganze Woche sitzen aber die Erlaubnis bekamen wir nur für 3 Tage. Tja so ist das wenn man nicht frei an einen See kommt, man muss halt das nehmen was man bekommt. Am See angekommen bauten wir unsere Bivys auf und machten uns auf den See um Spots zu suchen.
 
Dies gestaltete sich sehr schwierig, denn wo wir auch hinsteuerten war Kraut, Kraut und nochmals Kraut. Ich entdeckte an einem Schilfgürtel einen hellen Fleck. Kein Kraut auf einer Fläche von 1x1 Meter und harter Boden, kein Zweifel: hier war ein Fraßloch. Diesen Spot hielt ich gleich bei, fütterte Partikel sowie ganze und halbe Fischboilies von Selfmade-Baits. Die anderen Spots legten wir an einem Seerosenfeld, vor Krautkanten und im Freiwasser, wo wir harten Boden fanden, ab. Wir waren zuversichtlich, denn schließlich kannten wir den See schon aus unseren Jugendzeiten und wussten, dass dieser See sehr gute Fische hat.
 
 
 
Das Wetter spielte sehr gut mit und so hatten wir Zeit um etwas zu baden, Franzi stippte nach Kleinfischen und zum Abend nutzen wir die Zeit um die eine oder andere Runde Karten zu spielen. Oh man war das ein Spaß.
 
 
In der 1. Nacht schrie mich am frühen Morgen meine Funkbox an. Ran an die Rute, Kontakt aufgenommen und der Fisch ließ sich absolut nicht stoppen. Er zog aber nicht ins Freiwasser sondern voll ins Schilf. Lars kam mit dem Boot und los ging es. Leute, ich kann euch sagen, das war ein Drill, den man nicht vergisst. Wir mussten komplett rein ins Schilf, denn der Fisch wusste wo er sich sicher fühlte. Am Ende waren wir aber doch Sieger, und ein herrlicher Spiegler von 21 Pfund stand auf unserem Konto.
 
Was für ein herrlicher Kämpfer.
 
 
 
 
Der Biss kam in dem angesprochenen Fraßloch (1m Wassertiefe) und der Köder war ein einzelner 14mm Strawberry PopUp.
 
Am Tage war immer Ruhe gewesen, und außer ein paar einzelne Pieper war nichts zu vernehmen.
 
Am 2. Tag bekamen wir am frühen Abend wieder einen Biss in genau diesem Fraßloch... Egal wo es beißt, Lars und ich wechseln uns immer ab, und da der Biss wieder auf meine Rute kam, durfte Lars an die Rute, aber leider konnte er diesen Biss nicht verwerten. So kann es laufen. Und da Lars ihn nicht bekommen hatte, sollte der nächste Biss wieder seiner werden. Am Abend kochten wir uns lecker Essen, spielten wieder eine Runde Karten und genossen dabei die Natur. HERRLICH ....
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Nacht war rum und am Morgen bekam ich wieder einen Hammerrun auf der Rute im Fraßloch. Ich hatte ja schon meinen Fisch, also durfte Lars wieder ran… Die Rute war krumm, die Bremse schrie und ab ging der Fisch wieder ins Schilf. Lars sagte nur, dass es ein Guter sein muss. Ich rein ins Boot und ab zu Lars. Lars eingeladen und los ging es Richtung Fisch und natürlich ins Schilf. Da es noch dunkel war, hatten wir ziemliche Mühe, aber wir wollten auf keinen Fall den Fisch verlieren. Mit Rudern war im Schilf nichts, also zog ich uns von Halm zu Halm zum Fisch. Lars hatte die Rute in der Hand und behielt immer Kontakt zum Fisch. Als wir ihn zum ersten Mal sahen, grinsten wir nur, denn es war wirklich ein Guter. Wir tobten mit dem Fisch durchs Schilf. Spinnen und Käfer im Gesicht, aber immer nah dran am Fisch. Nach einer gefühlten Ewigkeit zog er endlich ins Freiwasser, wo einige Seerosen waren, und dort konnten wir ihn endlich erfolgreich keschern. Lars schrie, Ich schrie. Wir hatten das Gefühl, dass im Netz Lars’ neuer PB liegt. Ab ans Ufer und Fisch versorgen. Franzi bekam auch einiges mit, denn unsere Schreie und gegenseitiges Anfeuern (Lars mit der Rute am Fisch und ich beim Steuern im Schilf) waren wohl nicht zu überhören. Es war eine klasse Teamarbeit.
 
Das Wiegen von Lars Fisch ergab dann herrliche, und wie sich gezeigt hatte, kampfstarke 24 Pfund!
 
Yeeeeesssss Lars sein neuer PB.
 
Der Carp stieg wieder auf einen 14mm Strawberry PopUp ein. Und zu einem neuen PB gehört natürlich auch eine PB-Taufe. Ach war das schön.
 
 
 
 
 
 
 
Am nächsten Tag schlug das Wetter leider um und das bekamen wir dann auch zu spüren, denn wir konnten keinen Biss mehr verbuchen. Trotzdem waren wir sehr zufrieden. Wir sind uns sicher, dass der See uns wiedersehen wird. Entweder im Herbst, oder im nächsten Frühjahr, wenn das besagte Kraut noch nicht so hoch steht.
 
 
 
 
 
 
 
Am Wasser machten wir mit Franzi noch ein schönes Shooting für die Bekleidungsserie von Selfmade-Baits.
 
Beste Grüße
Kai und Lars von den Carpjunkies-Brandenburg
 
 

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