Jugendfischen des A.V. Baunach und Selfmade Baits

16.01.2010 20:39 | Teamberichte

 
 
An dieser Stelle möchten wir euch vom Jugendfischen des AV-Baunach aus Bayern "Fränkischen" und dem Team Selfmade Baits berichten. Alles fing für uns mit der Anfrage des Angelvereins Baunach bei unserem Testfischer Norman an. Norman fischt in dieser Gegend und ist dort kein unbekannter Geselle. Er berichtete dem Team von dem geplanten Event und schnell waren die Teilnehmer aus unseren Reihen gefunden, die die Jungs unterstützen wollten. Die Planung zog sich dann für uns über mehrere Wochen hin, da wir ein ausgefeiltes Rahmenprogramm für die Jungs zusammenstellen wollten. Dieses Programm sollte ihnen den Fassettenreichtum des Karpfenangelns mal etwas näher bringen und einige weitere Themen aufzeigen, die am Wasser genauso wichtig sind wie der Fisch auf der Matte.
Unser Team reiste nun aus den verschiedensten Gebieten und Regionen an und brachte zusammen gerechnet ein paar Tausend Kilometer für den guten Zweck auf die Straße.
Endlich am Donnerstag angekommen, wurden wir sehr nett empfangen und mit den Facts im Lager vertraut gemacht. Es wurde sich vorgestellt und noch mal einige Punkte durchgesprochen, sodass sich die Pläne des Vereins und unsere gut ergänzen würden...
Der Startschuss für uns fiel am Freitagmorgen mit dem Weitwurfkontest.
Der Andrang war großund es wurde ” gepeitscht ” was das Zeug hielt! Um der sportlichen Fairness genüge zu tun, teilten wir die Jung´s, ganz altersgemäß, in verschiedene Gruppen ein.
 
So war gewährleistet, das eventuelle körperliche Vorteile der älteren Jung´s , den kleineren Teilnehmern nicht zum Nachteil wurde.Fair geht eben vor!
 
Der Kontest lief und die Jung´s verbesserten sich merklich. Tipps und Tricks wurden gerne angenommen und so erreichte so manch einer die drei Bojen die wir zuvor mit dem GPS als Zielpunkt gesetzt hatten... Die Marker waren auf bis zu 100m gestaffelt und je nach Altersgruppe eine wahre Herausforderung. Aber sie wurde gemeistert.
 
Die Gewinner des Kontests erhielten als Preise einige Köderpakete, mit denen sie später noch gut fangen sollten..
 
Nach dieser anstrengenden sportlichen Ertüchtigung, wurde erstmal zusammen gegessen und Abends wurde zusammen geklönt.
 
Wir verteilten dann die frisch abgerollten Baitpackete an die angelnde Jugend. Diese bestanden aus frischen Boilies, Pellets und Liquiden. Was da Weg ging war bei weitem kein „Pappenstiel“, jedoch sollten die Kid´s auf jeden Fall durch das hochwertige Futter ihren Fangerfolg erleben und einmal mehr die Begeisterung am Karpfenangeln verfestigen.
 
Der Samstag morgen begann dann mit den Vorbereitungen für das „Life-Boilierollen“, dem Vortrag für das „Zielgenaue füttern“ ,und der dazu gehörigen Praxis wie Spodding mit der Spodrute sowie dem Baitboat.
 
Beim Boilierollen war der Andrang sehr großund auch die Beteiligung der Jungs war sehr rege. Sie matschten mit im Teig, zerdrückten die Eier und mischten von Hand die Ei/Flavourmasse durch. Da gab es einige gerümpfte Nasen...!
Wir hatten extra keinen Fertigmix mitgenommen, sondern Einzelfutterzutaten. So konnten wir es für die Jugendlichen besser veranschaulichen wie man einen Boilie herstellt. Es wurde zu jeder der einzelnen Zutaten genau berichtet, wofür sie verwendet werden, was für Eigenschaften sie haben und welche Nährwerte sie im Boilie darstellen.
In der Erwartung dass dies eventuell etwas „to much“ für die Jungs an Theorieanteil war, wurden wir dann doch ganz anständig überrascht. Die Fragen der Jungs, das Feedback und die Gedankengänge zum Thema brachten hervor, was hängen geblieben war. Ihre grauen Zellen waren auf „Baitmaking“ eingestellt! Fantastisch dieses Engagement des Nachwuchses.
Auch bei der Praxis, also dem eigentlichen Herstellungsvorgang der Würste und deren abrollen, waren die Jungs am Start.
So wollten sie alle mal ran und rollten ihre ersten Boilies auf dem Rollbrett ab. Vielleicht wird ja daraus mal ein überzeugter „Selbstroller“ der mit seinen Boilies viele schöne Karpfen fängt...wer weiß.
 
Die schönste Belohnung für den Aufwand des Life-Rollens, waren die Fische die mit den frisch hergestellten Boilies ins Netz gegangen sind.
 
Nach einer kurzen Pause, worin alle die Materie „Boilies“ mal verdauen konnten, kamen wir dann zum Vortrag Zielgenaues Anfüttern.
 
Er sollte den Jungs einmal näher bringen, das es auch von entscheidendem Vorteil sein kann, einmal auf den Punkt genau, (Spod), zu füttern.
 
Wir berichteten über die Vor-und Nachteile dieser Methode und brachten auch gleich alternatives Futter mit ins Programm. Es wurde extra ein Fass mit Partikeln angesetzt und den Junganglern erklärt, das auch dies ein guter Karpfenköder ist anstatt einem Boilie. Die Schwierigkeit die Partikel auf Distanz zu füttern räumten wir dann mit der Markerrute und der Spodrute aus der Welt. Sie waren erstaunt über die Entfernung, die man mit einer Baitrocket werfen kann! Zudem erklärten wir am „lebenden Beispiel“ ,wie sich eine Rute auflädt und wie man seine Kraft in den Rutenblank bringt.
Es muss nicht immer ein Baitboat in Verbindung mit dessen horrende Anschaffungssummen sein, um genaues Anfüttern auf Distanzen um die 100m zu gewährleisten! Das war die Message die rüber kommen sollte.
 
Wir wollten ihnen aber auch nicht die Möglichkeit vorenthalten, einmal zu sehen wie man mit so einem Boot umgeht und verbanden das gleichzeitig mit einem kleinen Exkurs über das ausloten und deuten der Bodenstruktur eines Sees mittels Echolot.
Auch hier waren die Fragen der Jungs Anlass für ein reges Gespräch.
Nach diesen Vorträgen und Theorien gings dann an die Praxis. Es wurden für die Jungs von uns Spod´s mit der Spodrute angefüttert und die Angelei startete. Wir fuhren mit ihnen die Ruten raus und suchten viel versprechende Hotspod´s mit ihnen aus.
Ganz erfrischend war dann auch das Stippen. Es muss nicht immer Karpfenangeln sein, auch das ist ne feine Art zu fischen und Spaßzu haben. So gingen auch ein paar Stunden dafür drauf und die „angelnde Jugend“ wurden in Futtertaktik und Vorfachbinden unterstützt. Hier dienten der Rest des nicht verbrauchten Boiliemixes als Stippfutter in Kombination mit frischen Maden.
 
Auch hier stellte sich der Fangerfolg schnell ein.
 
Anschließend war auch noch eine Tombola, für die Norman noch einen Sponsor aufgetrieben hatte. Hier gab es vom Angelgeschäft „Angeln und Freizeit“ in Großbardorf eine Spende von Kleinmaterial bis hin zu Rollen und Ruten . Dies war dann über die zuvor verteilten Lose für die Jugendlichen zu gewinnen.
Eifrig wurden die Losnummern der Jungs während der Verlosung kontrolliert und sie fieberten mit, den gewünschten Preis zu gewinnen.
Hier der glückliche Gewinner des ersten Preises, einer Karpfenrute.
Dann kam das Abendessen und das war für die Sau!
Ähh, nein, das war ne Sau!
Der Verein drehte, als kulinarische Spitze, den ganzen Tag eine große Sau auf dem riesigen Grill. Fantastischer Anblick bei dem einen das Wasser im Munde zusammen läuft, gell!
 
Nun, mit vollen Bäuchen und leer gelabert und erklärt, gings dann zu den Bivies zurück um selbst noch ein wenig zu fischen.
Wir probierten ein paar Prototypen aus und wurden sehr schnell fängig. In dem relativ schlammigen Wasser, war es ein unbedingter Vorteil, das die Boilies in Weiss eingefärbt waren!
 
So konnten die Karpfen die Köder besser wahrnehmen und schmausten genauso wie wir beim Abendessen!
Ergebnis- weit über zehn Karpfen in nur wenigen Stunden!
 
Wir machten nicht von jedem Fisch Fotos jedoch von einigen. Dies natürlich mit ein paar der Jungs zusammen, die uns im übrigen die ganze Nacht nicht mehr von der Pelle rückten. Was für uns aber total o.K. war und weiterhin für viel Spaßsorgte.
Am kommenden Morgen war dann Frühstück und Abreise angesagt.
 
Fazit:
Das Event war ein voller Erfolg für die Jugendlichen und auch für uns. Es ist schön etwas gutes für den Angelnachwuchs zu unternehmen und unserer Meinung nach, etwas positives bewegt zu haben. Was uns auch sehr gut gefallen hat war, das uns einige der Elternteile mal angesprochen hatten und sich bei uns für alles im Namen ihre Sprösslinge bedankten. Auch da kam rund um alles gut an! Wir hoffen das die Jungs, jeder für sich, etwas von dem Wissen nutzen können das wir vermittelt haben.
 
Viel Erfolg wünscht euch das Team Selfmade-Baits!
 
Mit von der Partie waren:
 
Dietmar Schwetka (Organisation, Jogi für alles)
Pascal Boillon (Weitwurfkontest, Stippen, Baitmaking, Jogi für alles)
Torsten Kochems (Foto/Video, Echolt, Jogi für alles)
Sebastian Hermann (Weitwurfkontest, Stippen, Jogi für alles)
Mario Fritsch (Bericht, Fotos, Spodding, Baitmaking, Jogi für alles)
Norman Suhr (Vorbereitung vor Ort,Tombola)

 

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