Freitag der 13.

18.08.2010 12:56 | Kundenberichte

Endlich! Es ist 16 Uhr und ich komme am See an. Wir haben Freitag den 13., aber das kann mir egal sein, ich bin nicht abergläubisch! Mir wird schon nichts passieren.
Zunächst lade ich mein Kram aus dem Auto aus, schlüpfe in die Wathose und schleppe die ganze Gerätschaft zur Angelstelles durchs Geäst. Da ich ja nur für eine Nacht bleibe sollte das ja eigentlich alles mit zwei Mal Laufen erledigt sein. Nun gut, ich brauche drei Anläufe, aber ist ja noch im Rahmen.
Als die ersten Dinge dann stehen und gegen 18 Uhr die Ruten an der Reihe sind, bricht mir dummerweise meine letzte Boilienadel durch. Nach einigem Suchen in meiner Tasche werde ich zum Glück noch fündig, und entdecke eine Stringer Nadel mit einem brutal großen fleischerhakenähnlichem Gebilde am Ende der Nadel. Aber egal, das wird schon gehen!
Das Monstrum in grün wollte meinen Daumen...
 
Zunächst versuche ich den Boilie ohne vorbohren auf die Nadel aufzufädeln, aber zwecklos, nach kurzem Gefluche hängt mir die Spitze im Daumen! Sowas gehört manchmal leider einfach dazu. „Was soll’s“, denke ich mir, „kann nur besser werden.“.
Die eine Rute lege ich dann schließlich direkt vor den Füßen unter einem Baum ab und die zweite Rute kommt ein wenig weiter weg vor eine Buschreihe, welche bis ins Wasser hineinragt. Als Hakenköder kommen Active Liver + Boilies zum Einsatz und gegorener Mais, welchen ich noch mit Leberpulver verfeinert habe, als Beifutter.
Pünktlich um 8:00 Uhr bekomme ich dann die Pizza von einem Freund vorbeigebracht und wir Reden eine ganze Zeit lang über Gott und die Welt und genießen die Pizza. Gegen 0:30 Uhr gibt es das erste Mal ein Lebenszeichen von der Uferrute. Als aus den vereinzelten Piepsern dann ein Dauerton wird, befinde ich mich bereits auf dem Weg zu der Rute.
Anhieb – sitzt. Und jetzt den Fisch auf keinen Fall in den Baum flüchten lassen! Nach einem kurzem aber hartem Drill liegt ein Spiegler von gut 20 Pfund in meinem Kescher. „Ist doch ein Spiegler, oder?!“, frage ich mich selbst, denn das Licht von meiner Kopflampe wird immer weniger. Nachdem das Lichtlein vollständig erloschen ist, krame ich zunächst wie wild in allen meinen Taschen, auf der Suche nach den passenden Batterien, und merke recht schnell, dass ich die Batterien wohl zu Hause hab liegen lassen.
Aber man weiß sich ja zu helfen! Und so bastel ich mir aus meinem Handy, was eine ziemlich starke Lampe hat (danke an dieser Stelle an Sony Ericsson...), eine provisorische Kopflampe indem ich das Handy fest hinter die Kopflampe klemme. Seltendämlich sehe ich in diesem Moment aus. Gut, dass hier außer dem Fisch niemand anwesend ist.
Zur Belustigung aller, habe ich dennoch mal ein Bild gemacht. Man muss ja auch mal über sich selbst lachen können.
 
20 Pfund Kampfkraft reichen für einen spannenden Drill auf jedenfall aus!
Wenn sich der Schuppi frühzeitig verabschiedet gibt’s eben zwei Bilder von dem Spiegler!
 
 
Sehr elegant mit dem Handy an der Stirn! Egal, hauptsache Licht...
Gegen Morgen fängt es dann auf einmal an zu schütten als würde die Welt untergehen. Selbstverständlich geht genau in diesem Moment meine Rute am Baum los. Immerhin hab ich nur ein T-Shirt an, sonst würde ich ja trocken bleiben. Wie immer, perfektes Timing!     Auf dem Weg nach draußen gelingt mir glücklicherweise noch der Griff zu meiner Jacke und somit kann ich sie mir während des Drills überziehen.
Egal ob bei Sonne oder Regen – der Adrinalinschub ist immer da!
Wieder gebe ich alles damit der Fisch erst gar nicht die Chance hat in den Baum zu ziehen. Nach kurzem Drill liegt diesmal ein langer Schuppi von vielleicht 15-18 Pfund in meinem Kescher. Wieviel er genau hatte kann ich leider nicht sagen, da er nach dem Abhaken einen großen Satz gemacht hat und sich direkt wieder ins Wasser verzogen hat. Wenn er keine Bilder mit mir haben will, sein Pech. Ich rege mich erst gar nicht auf, da es eh kein Gigant war und man auch mal auf ein Bild verzichten kann. Kommt vor!
Nach dem Schuppi lässt der Regen endlich nach und ich beginne schonmal mit dem Einpacken. Als ich die Bank Sticks nochmal kurz im Wasser abwaschen möchte, rutsche ich noch geschickt im Schlamm aus und fliege unter Todesängsten auf dem Ar*ch in Richtung Wasser und stelle dann fest, dass das Wasser hier (Gott sei Dank) nur eine Tiefe von cirka 50 Zentimetern hat.
Komplett durchnässt macht das Schleppen doch gleich doppelt so viel Spaß, und so habe ich nach einer Stunde endlich alles im Auto verstaut und mache mich auf in Richtung zu Hause. Alles in Allem eine erfolgreiche Session, wenn auch nicht alles ganz glatt abgelaufen ist.
 
Viel Spaß und Erfolg am Wasser wünscht euch,
Max Blümer
 
-WaterCraft Oldenburg-
 
 

Um unsere Webseite optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen.

Akzeptieren