Fluch und Segen

05.02.2010 19:21 | Kundenberichte


Ich fische schonseit vielen Jahren an meinem Lieblingssee, aber so etwas wie am Pfingstmontag ist mir noch nie passiert. Ich muss dazu sagen, dass unser See einen ziemlich dichten Karpfenbestand aufweist, viele Fische um die 20 Pf., aber nur ein oder zwei Fische jenseits der 30er. Seit ich mit euren Produkten fische, habe ich an diesem Gewässer viel mehr Bisse bekommen als vorher, das spricht für Qualität, die sich auch hier bei uns rumspricht.
 
Während ich zu Pfingsten an unserem Vereinssee angelte, fischte mein Freund Samir an einem Privatgwässer, ebenfalls mit Ative-Pineapple von Selfmade Baits.
Er konnte einige bildschöne, wenn auch keine riesigen Fische fangen, und etwas Zeit mit seiner Familie verbringen. Samir ist seit fast zwei Jahren Vater einer zauberhaften kleinen Tochter namens Samira.

Zurück zu mir. Am Samstag morgen hatte ich noch das Glück, einen schönen Schuppi zu landen, mit dem ich schon gar nicht mehr rechnete. Ich hatte schon alles gepackt, um mir am Abend das Champions-League Finale anzuschauen. Auf meinem Pod lag nur noch eine Rute, selbst die Swinger waren schon abgebaut, als mein Bissanzeiger einen kurzen Piepton von sich gab. Das war’s aber auch schon, aber meine abgesenkte Rute neigte sich mit der Spitze etwas nach unten. Blöde Brasse dachte ich sofort, aber der erste Kontakt belehrte mich schnell eines Besseren. Mit meinem Kumpel Jens konnte ich den Fisch sicher landen. Da ich den Schuppi schon öfter gefangen hatte, bemerkte ich sofort, dass er schon abgelaicht hatte, denn ich hatte ihn etwas größer und praller in Erinnerung.

Gegen Sonntag Mittag reiste ich wieder an den See. Im Gepäck meine Freundin Heike, die unbedingt mal wieder draußen übernachten wollte. Ich freute mich darüber, meinen gut vorgefütterten Platz wieder so vorzufinden wie ich Ihn verlassen hatte. Wir fingen sofort an, die hot-spots nochmal sorgfältig auszuloten, um die richtigen Kanten zu finden. Der vorgefütterte Platz lag auf der anderen Uferseite in ca 70 m Entfernung. In etwa fünf Meter Entfernung von meinem spot begann aber eine lange Buschreihe, die mir später zum Verhängnis werden sollte.

Kurz und gut, in der folgenden Nacht bekam ich einen schönen Biss, der Fisch verabschiedete sich aber schon nach wenigen Fluchten. So etwas kann vorkommen, dachte ich mir, und legte mich wieder hin.
Normalerweise liege ich bei trockenem Wetter immer direkt hinter meinen Ruten unter freiem Himmel. Ich liebe einfach den Sternenhimmel und den Sonnenaufgang hinter den Bergen.
Aber meine Tchibo-Wetterstation sagte Regen und Gewitter voraus, also musste ich mein Schlafquartier doch in mein Zelt verlegen.
Die restliche Nacht verlief ruhig, ich brachte meine Ruten am frühen Morgen mit frisch gedippten Ködern (Natural-X) wieder aus und kochte mir einen Kaffee, dabei genoss ich das Erwachen der Natur. Immer wieder ein wunderschönes Schauspiel.
Um halb Sieben der nächste Biss, noch bevor ich die Rute erreichte, saß der Fisch schon im erwähnten Busch fest - bombenfest. Um es vorwegzunehmem, das Ganze wiederholte sich noch zwei Mal, und irgendwie konnte ich nichts dagegen tun.
Aber die Sache hatte doch noch eine gute Seite. Wann bekomme ich schon mal drei Bisse an einem Vormittag an diesem Gewässer? Eigentlich nie! Der Platz war sorgfältig ausgelotet und kontrolliert gefüttert, also fast alles richtig gemacht. Der Weg ist das Ziel lautet immer mein Motto! Diesmal musste mich Heike aber daran erinnern, da es mir schon sehr leid tat, die Fische nicht landen zu können. “Es gibt Schlimmeres …” sagte sie, und irgendwie hatte sie Recht. Aus Niederlagen lernt man bekanntlich mehr als aus Siegen, sie sind immer eine Chance etwas zu verbessern.
Liebe Grüße und traumhafte Stunden am Wasser wünscht euch euer Angelfreund Micha.

 


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