Fischen bedeutet Leben..

07.07.2013 14:01 | Kundenberichte

Ich gebe freiwillig zu, dass ich mich gerade in einer anglerischen Schaffenskrise befinde, dafür spuken mir einfach zu viele Dinge durch den Kopf, außerdem habe ich noch einige, andere neue Dinge für mich entdeckt. Fischen könnte die Lösung dafür sein, um mich selbst mal wieder richtig wahrnehmen zu können und den Kopf frei zu bekommen.
 
In diesem Bericht steckt auch eine Botschaft, mal schauen wer sie erkennt.
 
Seit über drei Monaten war ich nicht mehr am Vereinssee fischen und der erste Eindruck war erschreckend, wir haben ein heftiges Müllproblem. Ich frage mich oft woran es liegen könnte, dass sogenannte Angler ihren eigenen Müll nicht mit nach Hause nehmen, obwohl sie allesamt große tolle Autos, inklusive Anhänger zum Fischen nutzen. Die kurz vorher erworbenen Köderverpackungen aus dem unweit gelegenen Angelfachgeschäft, sowie Wein und Schnapsflaschen landen hier schonungslos in der Natur. Ist es Dummheit, Faulheit, Gleichgültigkeit oder Trotz? Ich glaube auch, dass der teilweise, massive Alkoholkonsum am Wasser einen bedeutenden Einfluss auf das Fehlverhalten einiger Angler hat. Verantwortung für sein eigenes Handeln und andere ? Fehl am Platz. Stattdessen wird Rücksichtslosigkeit immer größer geschrieben. Egal wie auch immer, Sie schaden damit dem ganzen Verein und natürlich der Natur.
 
Nachdem Günnie und ich unsere Plätze bezogen hatten, setzte ich mich erst mal in Ruhe an das Ufer unseres wunderschönen Hausgewässers. Ich brauch immer eine Weile um anzukommen weil mich die Eindrücke so überwältigen. Ich konnte immer sehr viel Kraft aus dem Fischen gewinnen, wenn ich mich darauf eingelassen habe, das fällt mir momentan aber schwer.
 
Da mir mal wieder eine längere Angelzwangspause ins Haus steht, wollte ich die Zeit nochmal gut nutzen, wer weiß wann ich mal wieder hier her komme.
 
Eigentlich hatte ich das Vorhaben, meinen obligatorischen Graser für das laufende Angeljahr zu fangen, das schlug leider fehl. Und trotzdem war ich sehr erstaunt über die Beißfreude unserer beschuppten Freunde, weiterhin war ich von der enorme Kampfkraft der schlanken, muskulösen Fische beeindruckt. Das stimmte mich positiv. Der See wies zwar immer noch etwas Hochwasser auf, aber die eine oder andere Stelle war gut erreichbar. Um es vorweg zu nehmen die Fische bissen regelmäßig. Ich konnte in zwei Tagen acht Läufe verbuchen und sechs Fische fangen, das ist recht viel für dieses launische Gewässer. Aber gutes Futter aus dem Hause Selfmade-Baits, sowie eine vernünftige Lokation waren die Grundlage dafür. Nur die vielen Zecken und Mücken machten mir heftig zu schaffen.
 
Bei mir kamen vor allem Schneemann-Montagen mit einem Fluo-Popi oder Dumbell zu Einsatz. Gefüttert wurde mit Red- Shrimp Pellets und mit flüssiger Leber, vorbehandelte aktive- Banana Murmeln. Günnie vertraute auf Scopex und Milky Tigernut.
 
Dieser See steckt voller Erinnerungen an tolle Zeiten und geliebte Menschen, von denen ich einige sehr vermisse, all das kommt manchmal wieder hoch wenn ich über das Wasser schaue. Viele junge Angler durfte ich auf ihren Lebensweg zum Erwachsenwerden ein Stück begleiten und habe gemerkt, wie wichtig Fischen für ihre  Entwicklung ist. Jetzt sind Sie alle größtenteils erwachsen und selbständig, aber die nächste Generation steht schon in den Startlöchern.
 
Mein Freund Günnie ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit seiner wertvollen Zeit richtig umgeht. Sein gesundheitlicher Zustand ist ebenfalls nicht der allerbeste. Ich schätze seine Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft sehr.
 
Während ich so vor mich hin döse, steht plötzlich ein vierzehnjähriger, freundlicher und neugieriger Jungangler hinter mir, mit einer Tupperdose voll mit gequollenem Mais und fragt mich, wo die besten Stellen am See sind, um auf Karpfen zu fischen. Er hatte diesen wachen, intelligenten Blick in den Augen. Ich dachte zuerst: Wenn ich mich jetzt wieder darauf einlasse… Aber dann gab ich ihm doch bereitwillig einige Tipps, wie er hier ganz erfolgreich fischen könnte, Er schien ein guter Junge zu sein, man wird sicher noch viel von ihm hören. Ich glaube viele, gute und erfolgreiche Angler haben eines gemeinsam, Ihnen ist die Zeit am Wasser sehr wichtig und Sie sind in gewisser Weise mit der Natur verbunden oder gar verwachsen, weil sie sich auf sie einlassen können und versuchen Sie zu verstehen. Das unterscheidet Sie von oberflächlichen, rationell denkenden Kopfmenschen, die nur ans Fische fangen denken und niemals diese unglaubliche Energie verspüren werden, die vom Wasser aus geht und von der wir alle profitieren könnten.
 
Mein ausdrücklicher Dank und Respekt geht an alle, die Ihre Leidenschaft mit dem Herzen betreiben und dabei ihr eigenes Ego hinten anstellen.
 
Und natürlich an Selfmade-Baits.
 
Es läuft…
 
 
 
Vertrauen ist alles….
Das Wetter passte auch…
 
 
 
Mach es gut Baby… 
Nachts ist kälter, als draußen hi,hi…
 
 
Nächtliche Schönheit….
Günnie mit Scopex plus  (und ohne Hose)
 
 
 
Markanter Fisch, mit Zukunft ???
Da braut sich was zusammen…
 
 
Wenn nachts um eins der Wecker piept…
Auf diese Dinger ist zu 100 % Verlass, zu jeder Jahreszeit….
 
 
Respekt und  Sorgfalt sollte bei unserem Hobby selbstverständlich sein…
Mit den Jungs ist nicht zu spaßen, werden ebenfalls vom Müll angelockt…
 
 
 
Es ist schön wenn man blindes Vertrauen in seine Köder haben, kann ohne zweifeln zu müssen...
 
Ende gut, alles gut…
 
Alles wird gut...
 
Euer Micha
 
 

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