Die ersten Herbsttage

29.10.2009 17:28 | Kundenberichte

Ja, es wird langsam Herbst – langsam?! Ich meinte natürlich SCHNELL! Unaufhaltsam hält er Einzug in ganz Deutschland. Die ersten Nachtfröste sollten mittlerweile bereits überall vorrüber sein und ein letztes Mal für dieses Jahr beginnt nun die heißeste aller Phasen. Für mich eine gute Gelegenheit um einer gelungenen Saison noch den letzten Feinschliff zu verpassen.
 
12 Uhr Nachts, krumme Rute und +2°C. Nach ungefähr 15 Minuten gefühlvollem Rumgezerre im Kraut und nervenaufreibendem hin und her liegt ein schöner, goldener Schuppi in meinem Kescher.
 
Am nächsten Morgen verdrängt die Sonne nach einiger Zeit die dicken Nebelfelder und es wird wärmer und wärmer in meinem Schlafsak. Die Natur erwacht erneut und ich kann mich ohne zu frieren im T-Shirt aus dem Schlafsack begeben. Pünktlich um 11 Uhr Morgens nach dem Frühstück meldet sich mein Bissanzeiger zu Wort. Nach einem weiteren Drill im Kraut gleitet ein schöner Spiegler mit einem seltenem Schuppenbild in mein Kescher. Zwar kein Gigant, aber Gewicht ist bei so einem schönen Fisch wirklich absolut nebensächlich. Er konnte, genau wie der Schuppi, einem Active-Liver Boilie nicht widerstehen.
 
Es blieb allerdings nicht nur bei zwei Fischen. Gegen Nachmittag besucht mich noch kurz ein kleiner, runder Spiegler, welcher wahrscheinlich bald platzt wenn er nicht aufhört zu fressen. Die zweite Nacht vertreibe ich mir dann mit Brassen und Minikarpfen – kann ja auch mal ganz schön sein!
 
Das war mein erstes Herbsterlebniss dieses Jahr und ich bin gespannt was da noch kommt. Schließlich hat es während meiner Session nicht mal Nachtfrost gegeben. Da die Fische bei Minusgraden oftmals erst richtig loslegen mit dem Fressen, bin ich noch sehr gespannt und freue mich schon. Die ein oder andere Überraschung wird mit Sicherheit noch dabei sein.
 
Futtertechnisch darf man jetzt ganz klar nochmal ein wenig tiefer in den Eimer greifen, sofern die passende Stelle vorhanden ist. Oftmals sind dies jetzt die Stellen, welche auch im Sommer/Spätsommer bereits Erfolg brachten. In meinem Falle fische ich eine Rute sozusagen kurz neben meiner Sommerstelle, ein wenig tiefer. Wobei ich dennoch nach wie vor gerne eine Rute ins flachere lege. Da die Seen im Herbst, genau wie im Frühjahr, einer Vollzirkulation der Wasserschichten unterliegen, ist es jetzt nochmal gut möglich auf allen Wassertiefen zu fangen. Natürlich kann dies auch von Gewässer zu Gewässer variieren! Letztes Jahr habe ich jedenfalls noch auf beide Ruten gut gefangen, daher werde ich es nun wieder ähnlich machen.
 
Wenn ihr eine solche Stelle gefunden habt und nun noch regelmäßig füttert und nur selten dort fischt (z.b. Montag, Mittwoch, Donnerstag: Füttern; Freitag auf Samstag: Fischen), kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Wenn der Erfolg dennoch ausbleibt solltet ihr eventuell eine andere Stelle in Erwägung ziehen und nochmal das Futter wirken lassen. Ausprobieren und Fangen, es lohnt sich wirklich.
 
Ich wünsche euch noch einen gelungenen Saisonabschluss und möglicherweise auch eine erfolgreiche Futterkampagne mit dem ein oder anderen dicken Überraschung.
 
So long and thanks for all the fish,
Max Blümer
 
-WaterCraft oldenburg-
  
Sehr schönes und seltenes Schuppenbild.  
 
 
Noch ein schöner (Anfangs-)Herbstfisch – in einem Monat sind die Blätter im Hintergrund gelb...
 
 
Der kann sich unmöglich noch zusätzlichen Winterspeck anfressen!
 

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