Das Ende naht!

30.10.2012 18:29 | Teamberichte

Nachdem ich die letzten 3 Wochen aus geschäftlichen Gründen nicht zum Fischen konnte, stand auch dieses Wochenende auf der Kippe. Das Auto streikte. Auf Biegen und Brechen konnte ich am Donnerstagabendmit Hilfe eines Stück Kabels einer ausgemusterten IKEA-Lampe die Steuerleitung meines Autos "flicken". Das im Kopf bereits abgeschriebene Wochenendo konnte also doch stattfinden und gegen 21 Uhr war dann das Auto startklar für den nächsten Tag.

Der Freitag ging nur zäh vorüber und irgendwie wollte es nicht Mittag werden. Gegen zwei Uhr nachmittags riss ich dann aber den Riemen runter um noch bei Tageslicht meine Spots suchen zu können. Basti, ein guter Freund von mir, war bereits am See und teilte mir mit, dass das Wasser auf nur noch 5,2°C abgekühlt sei. Wir zogen deshalb den tieferen Seebereich vor.

Bei diesen Wassertemperaturen zählt jeder Fisch, wenn man denn überhaupt Einen zum Landgang überreden kann. Ich setzte bei meiner Platzwahl auf alt Bewährtes in diesem See - kleine, steile Kanten. Um die wahrscheinlich nur noch kaum vorhandene Fresslaune etwas zu stimulieren kam bei mir volle Lockwirkung zum Einsatz.

Ich machte mir aus Stickmix und Essential Spice Liquid, Musselmino, sowie ein paar 356er Pellets einen zähen Teig, den ich großzügig um mein Blei knetete. Mein Hakenköder bestehend aus einem Scopex- Pineapple Schneemann bekam eine ordentliche Baitpowder Behandlung. Bei den Futterboilies habe ich die Hälfte zercrushed um auch hier die Lockwirkung zu erhöhen.

 

Die Montagen lagen auf ihren Zielplätzen und die Sonne senkte sich am Horizont. Sofort wurde es eisig kalt. Bei ein paar Tassen Glühwein verbrachten wir zusammen mit zwei weiteren Freunden den Abend, der absolut ruhig verlief. Gegen 23Uhr legte ich mich schlafen. Die Zeltheizung sorgte in der Nacht für wollige Wärme, so dass es einen die Temperaturen um den Gefrierpunkt vergessen ließ. Für den Fall der Fälle lagen die warmen Sachen zum drüber ziehen griffbereit auf meiner Zarges-Box.

Gegen fünf Uhr morgens lief meine rechte Rute langsam los, bis ich mich eingepackt hatte wurde aus den einzelnen Piepern ein stattlicher Run. Mit dem Boot ruderte ich über den Fisch, der allerdings nach einer kurzen Flucht überraschend früh aufgab. Ich freute mich riesig, dass meine Taktik aufgegangen war.
Nachdem der Fisch versorgt war legte ich die Montage neu und kroch wieder in mein warmes Reich. Die restliche Nacht verlief ruhig.
Als ich aufwachte war es bereits hell und der Himmel verriet uns, dass es ein prächtiger Spätherbsttag werden würde. Wir hofften, dass uns das Wetter eventuell noch den einen oder anderen Fisch bescheren würde.

Wir tankten nochmals die letzten warmen Sonnenstrahlen in diesem Jahr, als am Nachmittag noch zwei befreundete Hechtangler mit ihrem Boot vorbeigeschippert kamen. Seit um acht in der Früh haben diese ihr Glück versucht, bis dato ohne Erfolg. Nach einem kurzen Plausch verschwanden sie in einer Bucht. Wenige Minuten Später wurden wir durch lautes Schreien und Jubeln hochgeschreckt. Haben die Hechtjogis tatsächlich was gefangen? was Großes? was richtig Großes? Neugierig ruderten wir rüber und durften einen fetten gut genährten 1,10er Hecht bewundern - was für ein Brocken.

Wir hofften auch noch auf einen weiteren Fisch und präparierten unsere Plätze nochmals für die kommende Nacht. Doch alle Mühe brachte uns nichts ein, Sebi vom Nachbarplatz konnte noch einen Biss bekommen, verlor den Fisch aber in einer Wurzel. Das ist natürlich in dieser Jahreszeit besonders ärgerlich.

Alles in Allem war es aber ein tolles und besonders lustiges Wochenende unter Freunden mit leider nur einem Fisch. Ich für meinen Teil bin damit sehr zufrieden und hätte meinen Freunden auch noch ein Spätherbstfischchen gegönnt.

Der Wetterbericht für die nächste Woche besagt, dass es ziemlich einbrechen soll und mit Schneefall zu rechnen ist. Ob ich wohl noch einmal rauskomme? Vorgenommen habe ich es mir zumindest mal, denn erst wenn das Wasser hart ist ist Feierabend.

Ich wünsche Euch noch viel Erfolg beim Winterangeln!

Gruß Otto
      

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