Das Comeback...

15.12.2010 19:00 | Kundenberichte

Dass es zwei Monate dauern sollte, bis ich wieder Angeln fahre, konnte ich im September noch nicht wissen. Doch aufgrund eines Sportunfalls und einer damit verbundenen schwerwiegenden Sprunggelenkverletzung konnte ich wochenlang nicht laufen. An Angeln war nicht zu denken.
Ende November konnte ich mich wieder ganz gut bewegen, und so zog es mich an den See. Freitag morgen, direkt nach der Nachtschicht, packte ich alles ins Auto und es ging los. 
Am See angekommen, wurde das Boot beladen und ich fuhr auf meine bevorzugte Stelle. Die Wassertemperatur lag noch bei 7 Grad. Nachdem alles aufgebaut war, begann ich mit dem loten. Ich lotete den Bereich vor meinen Füßen genau aus und suchte mir Plätze in 6,7 m und 7,9 m Tiefe. Um nicht am See zu sitzen und nicht zu wissen, womit man angeln soll, hatte ich extra nur 3 kg Mussel X Boilies und eine Dose Mussel X Pop Ups mitgenommen.  Die Futterstrategie sah folgendermaßen aus: 1 KG Boilies wurde zerkleinert und dann großflächig über meinen Futterplatz verteilt. Da die Ruten nicht so weit auseinander lagen, wurde der komplette Bereich vor mir gefüttert.Beködert wurden die Ruten mit einem weißen Mussel X Pop Up oder einem Schneemann. Ich verbrachte den Tag damit am See zu entspannen. Sogar die Sonne kam noch einmal heraus. Abends ging ich gegen sieben schlafen, schließlich hatte ich nach der Nachtschicht nicht mehr geschlafen. Ich machte es mir auf der Liege bequem schleif sofort ein. Allerdings war ich genauso schnell wieder an den Ruten. Ein Vollrun auf der Rute in knapp 8m Tiefe!
Die Futterstrategie war aufgegangen.
Neben meiner Stelle lagen zwei Bäume im Wasser. Also ab ins Boot, und nur kein Risiko eingehen. Im Schein der Lampe sah ich einen goldenen Herbst-Schuppi. Nach weiteren 10 Minuten war er im Kescher. An Land angekommen wurde er vermessen und gewogen: 87 cm bei 22 Pfund. Ein Absolutes Kraftpaket. Nach der Fotosession mit dem Sebstauslöser durfte er wieder schwimmen.
 
 
 
Den Rest der Nacht und in der folgenden Nacht tat sich gar nichts mehr. Ich hörte die Karpfen zwar rollen, aber die Bissanzeiger blieben stumm. Nach zwei Monaten Zwangspause war ich aber sehr zufrieden. Zumal ich die letzten Jahre im Spätherbst keine Bisse mehr verzeichnen konnte. Am Sonntag packte ich in dichtem Nebel alles zusammen, ruderte zum Parkplatz und packte zufrieden alles ein.
 
Das Comeback war gelungen!
 
Tight Lines
Christian Materne
 

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