Bunte Herbstzeit, beschert mit heißen Fängen

15.01.2009 20:03 | Teamberichte

Durch den enormen Kältesturz in den 2 letzten Wochen überlegte ich einen Kurz-Trip nach Frankreich zu planen, doch als das Wetter einen Aufstieg zeigte, entschied ich mich doch in Deutschland zu bleiben. Die Überlegung war ganz einfach: da die Kälte zu schnell einbrach, hatte sich wahrscheinlich der ein oder andere Fisch unter Wasser noch nicht den nötigen Wintervorrat angefressen und konnte somit noch mal auf Nahrungssuche gehen. Nun suchte ich noch einen Angelpartner, mit dem ich gemeinsam die Zeit am Wasser genießen konnte. Da viele meiner Kumpels keine Zeit für einen kurz vorher geplanten Trip hatten, kam nur noch einer in Frage, mein Freund Lexi. Er hatte glücklicherweise Zeit und somit trafen wir noch einige Absprachen, bevor es losging. Wir entschieden uns für einen See im Süden, also in Bayern.

Am See angekommen, kauften wir die Karten und erkundeten den See. Einige Stunden nach dem Aufbau des Camps biss auf meine Shellfisch- X ein hungriger 11,5kg Spiegler. Kurze Zeit später, auf der gleichen Futterstelle und mit dem gleichen Köder, einer von 12,8kg. Gerade als wir am nächsten Tag einige Bilder schießen wollten, kam ein erneuter Run auf meine selbstgerollten Squid mit den Zutaten von Selfmade, nämlich ein Spiegler mit 15,7kg.
Als dann die Nacht einbrach meldete sich auch  Lexi´s Rute. Als er gerade am Wiegen war, meldete sich meine Funkbox wieder und ich fuhr in die neblige Nacht. Nachdem Lexi auf seiner Waage einen Spiegler mit 19,8kg sehen konnte, wog ich meinen auf Shellfisch- X gefangenen Spiegler, der 16,8kg unter dem Rücken hatte. Als ich meinen frisch beköderten Haken wieder 200m weit auf den Futterplatz schaffen wollte, war der Nebel schon weiter fortgeschritten und ich sah nur noch vier weiße Wände um mich herum, selbst mein blaues Bivvylight Licht war verschwunden. Langsam wurde mir schwindlig und ich geriet etwas in Panik. Mein GPS verabschiedete sich von mir, als die Batterie leer war, und die Rückkehr war kaum noch vorstellbar. Nach einigen „Hallos“ in Richtung Ufer, schwenkte eine weiße Lampe hin und her. Leider war die eigentlich starke Led Lenser nur schwach sichtbar. So schnell wie ich konnte ruderte ich zurück und war hinterher sehr froh endlich wieder in meinem Bedchair zu liegen.
Nach einer Weile tauschte ich meine selbsgerollten Squid gegen die neuen Marine-X von SB aus, und suchte danach mit einer Rute eine neue Stelle in der Flachzone. Einige Stunden später dann der Ruf meines Micron´s von dieser Rute, die ich vorher erst frisch mit Marine-X bestückt hatte. In dieser glücklicherweise fast nebellosen Nacht fuhr ich wieder hinaus dem Fisch entgegen. Bei der Rückkehr ans Ufer wog ich ihn gleich und konnte einen Fang von 17,2kg begutachten. Nachdem ich die Rute auf der gleichen Stelle wieder abgelegt hatte, legte ich mich zurück auf mein Bedchair.
Kurze Zeit später dann ein kleiner kurzer Ruck an derselben Rute. Ich sprang aus meinem Schlafsack und schlug an. Dann zog der Fisch auch gleich ordentlich ab. Aus Vorsicht fuhr ich wieder auf's Wasser hinaus. Als ich ihn nach dem Keschern ins Boot heben wollte, musste ich einiges mehr an Kraft aufwenden, um ihn überhaupt hoch zu bekommen. Auf der Matte lag dann der erste Schuppi, bereit zum wiegen. Die Waage überschritt die 20kg Marke und blieb bei 21,3kg stehen. Natürlich durfte dann ein Jubelschrei nicht fehlen. Ich war leicht erschrocken als mitten in der Nacht ein Heimatangler zu uns kam. Er klopfte mir aber auf die Schulter und sagte, dass es hier sehr selten wäre einen Schuppi zu fangen. Am nächsten Tag machte ich eine neue Stelle ausfindig, an der sich einige Hindernisse befanden. Doch ich versuchte es dennoch, wieder mit Marine-X, und hatte ein ziemlich gutes Gefühl dabei. Als ich dann aus dem Tiefschlaf gerissen wurde, lief ich so schnell wie möglich zur Angel, ich hatte noch nicht mal die Stiefel richtig angezogen, doch das Risiko, dass der Fisch in die Hindernisse schwimmt, war zu groß. Als er dann doch fest hing, musste ich wieder aufs Wasser hinaus, wobei wieder Nebel aufgezogen war. Lexi war zum Glück wach und ich bat ihn hier zu bleiben und sein Licht anzubehalten. So fuhr ich hinaus in Richtung Fisch und Hindernis. Nach einigen Minuten hatte ich ihn dann befreit, doch er versuchte immer wieder, in das Hindernis zurück zu schwimmen. Also musste ich den Druck auf ihn erhöhen, um ihn davon abzuhalten. Immer wieder schwamm er an die Oberfläche und zeigte mir sein dickes Bäuchlein. Als er dann gekeschert war, fuhr ich zurück zum Ufer. Lexi meinte dann, der hat bestimmt über 20kg doch ich freute mich zu früh, denn er wog „nur“ 19,8kg.
Hmm. Trotzdem war es für uns beide ein erfolgreicher Trip.
Als ich dann die Schlagschnur kontrollierte, fand ich eine kleine Beschädigung vor, ich prüfte die Tragfähigkeit und plötzlich riss die Schnur. Zum zweiten Mal hatte ich großes Glück, sagte dann mein Freund.
Leider verging die Session sehr schnell, und bald packten wir unsere Sachen wieder zusammen und machten einen Stop bei der heimischen Gaststätte, um uns mit einem kräftigen Essen zu stärken. Dabei unterhielten wir uns über die vergangene schöne und erfolgreiche Session.
Dieses Jahr habe ich ja noch eine längere Session vor mir, mal sehen, was noch für schöne Fische auf der Matte liegen werden.
Ein ganz großes Dankeschön für die tollen Köder möchte ich hiermit Oli von Selfmade-Baits aussprechen!! Unser Vertrauen wurde nicht enttäuscht! 
 
Tight Lines
Fubara

 

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