ALLES IM GRIFF

24.07.2019 17:16 | Supporterberichte

ALLES IM GRIFF

 

Wenn ich meine Ködertasche aufzippe und der erste Griff in Richtung Köderdosen geht, fällt die Wahl doch ehrlich gesagt oft auf unseren Lieblingsköder, dem wir Vertrauen schenken und den wir in den meisten Fällen verwenden. Von diesen Gewohnheiten  mache auch ich selten eine Ausnahme, und so greife ich instinktiv zu meinem Lieblingsköder! In der letzten Zeit ist das wahrhaftig der Pinenut-Light-Hookbait in 18mm Größe. Zweidrittel meiner Rigs beködere ich damit. Das letzte, verbleibende Rig bestücke ich oft mit einer Snowman-Präsentation. Hierbei experimentiere  ich gerne mit unterschiedlichen Farben und Flavours. Und so ging ich auch bei dieser Session zu Werke. Ich befischte immer noch den Stadtsee aus dem Winter/ Frühjahr.Ich habe mich doch wirklich dort festgebissen. 



Ich fing konstant meine Fische und sah auch noch nicht die Veranlassung das Gewässer zu wechseln. Und so machte ich mich auch an diesem Wochenende an den See auf. Mit wenig Futtereinsatz fütterte ich spärlich unter der Woche den Spot weiter mit dem Wurfrohr und meiner bewährten Mischung aus Pinenut, Scopex+ und Amino-Fisch Boilies um die Fische bei Laune zu halten. 




Am See angekommen beköderte ich wieder nach gewohnter Manier die Rigs und es konnte losgehen. Nur noch schnell noch einige Boilies großflächig verteilt mit dem Wurfrohr. Zuerst stellten sich die Brassen ein, welche zunächst den Futterplatz dominierten. Ich fing so einige von den schleimigen Artgenossen, durch die ich mich jetzt durchangeln musste. Weiter fleissig Futter verteilt, stellten sich auch die Karpfen ein. Das realisierte ich aber erst nach einem zaghaften Biss, gefolgt von einem kraftvollem Drill. Der Fisch machte Druck und ich wusste sofort: das kann keine Brasse sein. Und so war es dann auch. Ich konnte nach einem rasanten Drill einen schönen Schuppi keschern.




Das gab Motivation und Selbstvertrauen. Taktik und Futterkonzept stimmen. Jetzt am Ball bleiben!! Den Fisch versorgt, neues Futter eingebracht, die Entfernung wieder neu eingeklickt, und schon ging die Rute wieder raus. Das in der nächsten Zeit etwas ruhe am Spot herrscht ist nach so einem Drill dann ja erstmal „normal“. So blieb dann erstmal Zeit die Speicherkarte mit den jüngsten Fotos anzuschauen. Im Augenwinkel sah ich, wie sich die Rutenspitze bewegte: sie zitterte kurz, bog sich leicht, und schnellte zurück! Eine erneute Brasse?, plötzlich Fullrun!! Nein, das kann keine Brasse sein. Da ich mittlerweile neben der Rute hockte, konnte ich sie schnell aufnehmen. Die Bremse zugedreht und Rutenspitze hoch, hatte ich sofort Kontakt mit dem Fisch. Er nahm mir sofort Schnur von der Rolle und ließ sich auch schon an der Oberfläche sehen, denn sein massiver Körper durchbrach die Oberfläche! Was für ein Drill. Nach einer Ewigkeit konnte ich ihn endlich keschern. Für den See war das  ein Riese. Ich freute mich wie Bolle! Die Waage pendelte sich bei exakt 15 Kg ein!!




Ich war begeistert, und wusste: Der Griff in die Ködertasche war genau richtig!

Tight Lines Thies Jacobsen