A hard way to success

26.08.2013 13:10 | Kundenberichte

Wie der Titel schon verrät, hatten wir anfangs Schwierigkeiten, einen von unseren schuppigen Freunden auf die Matte zu legen…
 
Es war der 3. August; eine Hitzewelle hatte Österreich seit ein paar Tagen fest im Griff und die Wassertemperatur lag jenseits der 25°C - bei einer Außentemperatur von ca. 35°C im Schatten. Mein Kollege Gregor und ich beschlossen dennoch, eine 4-Nächte-Session zu starten.
 
Bewaffnet mit je 10 kg Futter zogen wir um 5 Uhr morgens  zu unserem Hausgewässer los, wobei es sich um einen kleinen 14 ha See handelt. Gut gelaunt bauten wir unser Camp auf. Obwohl uns vor kurzem ein heftiges Hochwasser heimgesucht hatte, waren wir zuversichtlich, schnell einige Karpfen überlisten zu können. Doch da lagen wir nicht ganz richtig, was wir zeitnah schon erleben sollten…
 
Wir suchten unsere Spots, fütterten jeweils ein halbes Kilo Boilies mit Pellets und einige Kilo Partikel und legten unsere Ruten ab. Ich wählte einen Spot auf ca. 35 Meter mit einer Wassertiefe von 4 Metern und den zweiten im Uferbereich in einer Wassertiefe von 1,80 Meter. Mein Kollege wählte einen Spot unter einem überhängenden Baum in einer Wassertiefe von 2,50 Meter. Als Hookbait  wählte ich auf der ersten Rute einen 22 mm Active-Liver+ mit einem pinken Kunstmais und auf der zweiten Rute eine Tigernusskette mit einem kleinen, weißen Scopex+ Pop-up. Gregor setze auf einen single hook bait Active-Liver+ in 22 mm und einen Active-Liver+ Schneemann mit einem weißen Poppi.
 
 
Tagsüber blieben die Ruten unangetastet. Gegen 23 Uhr bekam ich einen Fallbiss und ich ahnte schon, wem da meine Tigernüsse geschmeckt hatten… Ein dicker, fetter Klodeckel! :/ Sofort im Wasser abgehakt, neu angeködert, wieder ausgelegt und wieder ab in die Heier ;) Die ganze Nacht über nicht einen Pieper. Für diesen See war das im Hochsommer eher untypisch. Wir wechselten den Angelplatz auf die gegenüberliegende Seeseite.
 
Als das Camp wieder stand, suchten wir erneut unsere Spots, fütterten an und legten die Ruten aus. Diesmal verwendete ich auf der ersten Rute einen 30 mm Active-Liver+ mit 2 pinken Maiskörnern und auf der zweiten einen doppelten Red Shrimp Pellet. Gregor vertraute einer Tigernusskette und einem Liver+ 22 mm. Am Tag konnten wir jeweils einen kleinen Setzkarpfen fangen - doch das war nicht unser Ziel… Wir fütterten noch etwas nach bevor die Nacht anbrach. Doch auch in dieser Nacht konnten wir nicht wirklich von Erfolg reden. Um ca. 4:30 Uhr bekam ich einen Biss auf Pellet. Eine Schleie mit ca. 2 Kilo war das Resultat der Nacht. sad
 
 
 
 
Ich wechselte die Spots: Einen platzierte ich hinter einer Schilfbank in einer Tiefe von 3 Meter. Der zweite Platz war etwas kniffelig zu befischen… mit der Luftmatratze paddelte ich 200 Meter raus und legte dort den Marker ab. Ich lotete meinen Platz aus und fand ein Kiesplateau in einer Entfernung von 145 Metern und einer Wassertiefe von 4 Metern. Diesen Platz fütterte ich vorwiegend mit Boilies und Pellets.  Als am Abend alles lag, wo es zu liegen hatte, hieß es warten… Die Fische brauchten offensichtlich etwas länger, das Futter zu finden, als wir es vom letzten Jahr gewohnt waren. Gegen 24 Uhr ging es los… die Fische hatten Beißlaune….zu zweit hatten wir in dieser Nacht 9 Runs…und es kam dick… Ein Wels mit unglaublichen 1,72 Metern und guten 40 Kilo. Der Fisch nahm mein Rig so auseinander, dass es reif für den Müll war. Er biss auf den Liver+ hinter dem Schilf. Eine Stunde später war der Spot auf 145 Metern dran. Fullrun!!!! Ein 15,3 kg Schuppentorpedo ließ sich nach einer halben Stunde Drill blicken, dicht gefolgt von einem alten bekannten Schuppenbomber von  über 20 kg, der auf Gregors rechter Rute abging. Als wir ihn im Kescher hatten und ihn beruhigt hatten, wollten wir ihn zur Abhakmatte tragen. Er fing heftig zu zappeln an und das Desaster war nicht weit. Das Keschernetz riss, der Fisch flog ins Wasser und wir standen- den Tränen nah - am Ufer. sad Zum Trost konnte ich um 6 Uhr morgens trotz allem noch einen Karpfen zum Landgang überreden. Ein 18,6 Kilo Schuppi lag nach unspektakulärem Drill wenig später auf der Matte. Kurz ein paar Fotos geknipst und tschüss!
 
 
 
 
Die letzte Nacht verlief fast genauso wie die vorherige, nachdem am Tag die Bissanzeiger still blieben.  Gregor konnte noch 4 Karpfen zwischen 5 und 8 Kilo landen, bis er dann um 2 Uhr einen schönen 14er Schupper fing. Ich konnte noch 2 schöne Fische landen, aber auch die kleineren hatten mächtig Hunger…Gegen 3:30 Morgens bekam ich wieder einen Biss hinter dem Schilf und ein weiterer Wels mit 1,45 Metern und 23 kg lag auf der Matte. Schnell im Wasser noch ein paar Fotos geknipst und zurück ins Wasser mit ihm. So kam es, dass wir diese zwei Nächte nicht viel Schlaf bekamen…
 
 
 
 
 
 
Wir waren sehr zufrieden mit der Session und konnten auch lernen, dass man beim Karpfenangeln hartnäckig sein muss, nie die Geduld verlieren darf und man auch öfters moven muss, um zum Erfolg zu kommen, was in unserem Fall belohnt wurde. 
 
Wir bedanken uns bei allen Lesern und hoffen, unser erster Bericht hat euch gefallen.
Wir wünschen euch allen eine schöne restliche Saison und Petri Heil!!!
 
Gregor und Daniel  smiley
 

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