Tanz in den Mai

16.01.2010 12:15 | Teamberichte

Marvin, Thomas und meine Wenigkeit hatten vom 30. April bis zum 2. Mai einen Trip an unseren Vereinssee geplant.


Die Woche vor der Session hatten wir mit Boilies gefüttert.


Als wir freitags am See ankamen mussten wir leider feststellen, dass unser Platz belegt war. Kurzerhand entschlossen wir uns, an eine andere Stelle zu gehen. Gesagt, getan: Tackle ausladen, Platz einrichten und das Boot vom Anlegeplatz holen. Anschließend wollte ich auf Spotsuche gehen. Als ich das Echo einschaltete, machte ich erst mal Augen, denn es tat sich nichts auf dem Bildschirm. Der Akku war restlos leer, ich vermutete, dass wir vergessen hatten ihn auszuschalten.

Also kurzerhand Handy rausgeholt, einen Kumpel angerufen und ihn gefragt, ob er sein Echo dabei habe. Er fragte „wieso?“, und ich antwortete ihm, dass mein Akku leer sei. „Kein Problem“ sagte er nur, denn er hatte noch einen Ersatzakku dabei. Nun den Akku geholt und danach auf Spotsuche. Ich wusste auch schon, wo ich fischen würde, also habe ich den spot schnell gefunden und mit ca 1 kg boilies vorbereitet. Marvin wollte ufernah fischen, also haben wir zusammen nach einer geeigneten Stelle gesucht und auch gefunden. Auch dort wurden Boilies gefüttert. Danach haben wir die Ruten fertig gemacht und abgelegt.

Thomas, der mittlerweile auch am See war, hatte sich die restlichen Plätze angeschaut und sich für einen Platz auf der anderen Seeseite entschieden. Etwas später meinte Marvin: „komm lass uns mal den Thomas besuchen und einen Cappu schlürfen“. OK, wir stiegen ins Boot und ruderten rüber. Gerade angekommen und „Gute“ gesagt, ging mein Delkim los. Also wieder ins Boot und zurückgerudert. Da ich dachte, es wäre eine Brasse, weil der Swinger durchhing, sagte ich zu Marvin, dass er einkurbeln könne. Als ich aber genauer hinschaute, erkannte ich, dass eine Menge Schnur von der Rolle war, und ich sagte Marvin „das ist ein Karpfen!“, und so kam es dann auch, wie sich auch gleich an der Rute zeigte. Marvin machte seine Sache aber ausgezeichnet, und so konnten wir den ersten Fisch des Trips gegen 20 Uhr auf der Matte begutachten: es war ein Spiegler mit 30 Pf., wie sich später rausstellte. Schnell paar Bilder gemacht und den Fisch wieder seinem Element übergeben.

Danach wurden die Ruten neu beködert mit einem Marine-X und Shellfisch-X Pop-up, mit ein paar Murmeln zusammen abgelegt und danach ging es zurück zum Ufer. Dann haben wir uns noch kurz unterhalten, und dann ging es ab in den Schlafsack. Ich hatte meine Augen gerade ein paar Minuten zu, da meldete sich wieder die linke Rute im Dauerton. Nach kurzem Kontakt zum Fisch ist der mir aber leider ausgeschlitzt. Danach wieder ins Boot mit ein paar Boilies, die Rute abgelegt und etwas nachgefüttert. Dann noch schnell was getrunken, und wieder ab in den Schlafsack. Gegen 4 Uhr ging wieder die linke Rute los, und ich konnte einen schönen Schuppi fangen.

Am frühen Morgen, gegen 6.30 Uhr, bekam ich wieder einen run auf die, was soll ich sagen, linke Rute, aber Marvin war schneller an der Rute und so liess ich ihn den Fisch drillen. Es war ein Spiegler mit 18 Pf., wie wir später feststellten. Thomas war auch schon auf und rief mich auf dem Handy an, ob wir was haben. Ich meldete insgesamt 3 Karpfen und 3 Brassen, die Marvin am Ufer fangen konnte. Thomas meinte dann, ich solle rüberkommen und paar Bilder machen. „OK“ sagte ich „stell schon mal das Wasser auf, wir kommen gleich“. Kamera und Funkboxen schnell in die Tasche, und ab ins Boot. Gerade beim Thomas angekommen, meldete sich wieder meine linke Rute, und so waren wir auch schon wieder auf dem Weg zu unseren Ruten. Ich konnte einen weiteren Spiegler fangen, danach schnell ein paar Fotos gemacht, und wieder zurück zum Thomas. Natürlich habe ich vorher die Rute auf dem bekannten spot abgelegt und nachgefüttert.

Beim Thomas angekommen, haben wir gleich die Tassen hingestellt, und uns erst mal einen Cappu gegönnt. Wir waren gerade auf dem Weg zu Thomas’ Karpfensack, als sich, wie so oft bisher, mein linker Bissanzeiger meldete und wieder einen Dauerton von sich gab. Somit waren wir schon wieder auf dem Weg zu unseren Ruten. Marvin wollte den Fisch drillen, und so konnte er einen Spiegler zum Landgang überreden. Thomas machte daraufhin schnell paar Fotos von Marvin mit dem Fisch, und ich fuhr die Rute wieder auf ihren spot. Danach haben wir es endlich geschafft, Thomas und seinen Fisch zu fotografieren. Es war ein schöner Spiegler mit 22 Pf. Danach haben wir noch ein wenig geplaudert. Als Marvin sagte, er habe Hunger, haben wir den Kocher angeschmissen und uns schnell paar Steaks gemacht.

Gegen 13 Uhr hatte ich wieder einen run, aber auf meiner rechten Rute diesmal. Der Fisch nahm gut Schnur von der Rolle, drehte aber auf einmal und zack, gab es kein Widerstand mehr an der Rute und der Fisch ging verloren. Dann habe ich die Rute wieder fertig gemacht und abgelegt. Dann fragte ich Marvin, ob er nicht auch auf dem spot fischen möchte. Er war einverstanden, also die Ruten raus geholt und ca. 20-30 m neben mir auf dem spot abgelegt, und dazu ein paar Boilies gefüttert.

Der Nachmittag verlief ruhig. Gegen Abend meldete sich der Bissanzeiger von Marvins linker Rute und setzte zum Dauerton an. Marvin war schnell an der Rute, der Anschlag saß und der Drill begann. Kurz darauf konnte Marvin nach ca. 8 min Drill wieder einen schönen Spiegler auf die Schuppen legen. Als wir ihn wogen machten meine Augen einen verdutzten Blick auf den Zeiger der Waage, der bei 15,5 kg stehen blieb. Also 31 Pf. Und wieder 30 Pfünder auf der Haben-Seite. Marvin strahlte über beide Backen, als ich ihm sagte, dass es wieder ein Dicker ist.

Thomas kam und machte mit uns die Bilder. Anschließend setzten wir den Fisch zurück.

Als wir dann da standen und zu Marvin (aus Spaß) sagten „so kann es nicht weitergehen, du fängst uns die Fische weg, darfst nicht mehr mit, usw.“ meldete sich Thomas’ Bissanzeiger im Dauerton. Als Thomas dann an den Ruten stand, sagte er nur „man, hat der schon Schnur von der Rolle geholt!“. Während Thomas den Fisch drillte, machte Marvin den Kescher bereit. So konnten sie den Fisch auch recht schnell auf die Wiegematte verfrachten. Schnell paar Schnappschüsse gemacht, gewogen und schwimmen gelassen. Der Spiegler hatte 25 Pf., und so hatte Thomas nun auch seinen dritten Fisch zum Landgang überedet.

Die letzte Nacht brach nun herein, und ich sagte zu Marvin „vielleicht fangen wir noch den einen oder anderen Karpfen“ aber die Bissanzeiger bleiben still - bis ca 4 Uhr, als Marvin einen run auf der linken Rute bekam. Während des Drills bekam er auch noch einen Fallbiss auf der rechten Rute. So nahm ich diese, und konnte eine Brasse zum Landgang überreden. Marvin hatte seinen Karpfen auch schon soweit, dass ich den Kescher bereit machen und scheppen konnte. Der Fisch kam auf die Matte und dann ab in den Sack. Am Morgen machten wir schnell ein paar Fotos und legten uns wieder schlafen. Der Rest des Tages konnten Marvin und ich nur noch eine Brasse fangen, während bei Thomas die Bissanzeiger in der Nacht und am Tag leider ruhig blieben. Gegen Mittag haben wir dann zusammen gepackt, und sind zufrieden nach Hause gefahren.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Wir hoffen, es hat euch Spaß gemacht, den Bericht zu lesen.

Euer Marvin und Markus