Sonnenaufgang, Nebelschwaden und Wildgänse

23.12.2015 14:30 | Supporterberichte

Die Sonne geht langsam auf, leichte Nebelschwaden ziehen übers Wasser, Wildgänse kreischen am Himmel, Stille, ich genieße den Moment. Plötzlich, ein einzelner Ton, die Schnur spannt sich, Action...
 
Aber erst mal der Reihe nach.
Es war mal wieder soweit, es sollte ans Wasser gehen. Nachdem alles vorbereitet und organisiert war, konnte es losgehen. Am See angekommen herrschten perfekte Bedingungen. Petrus war auf unserer Seite. Da ich meistens ohne Vorfüttern angeln gehe, setze ich auf schnell arbeitendes Futter und den optischen Reiz. Der Pelletmix wird mit Milky-Tigernut Liquid verfeinert, dazu kommen dann noch Tigernüsse und Scopex+ Boilies, welche meine absoluten Favoriten sind. Nachdem üblichen Prozedere ging ich kurz zum Platz, wo mein Bruder gerade Köderfische fing. Kleiner Schwatz und plötzlich meldet sich die Funkbox, während ich zurückgehe, da läuft auch noch die andere Rute ab. Irre, kaum 20 min geangelt und schon zwei abgeschleppt, besser hätte es nicht gehen können. Nachdem ich die Ruten neu ausgelegt hatte, dauerte es erneut keine 10 min, da kam der nächste Biss. Ich war im falschen Film. Die Platz und Futterwahl war wohl die Richtige. Langsam neigte sich der Tag dem Ende zu und die Fische liefen noch immer.
 
 
Ab 22:00 Uhr
blieben die Ruten draußen. Der Wecker wurde auf 6.00 Uhr gestellt und dann ging es wieder los. Der Tag fing an, wie der erste: Kaum abgelegt,  kam kurz darauf schon der nächste Biss. So ging es den ganzen Tag weiter. Es war schon fast stressig, man kam nicht mal in Ruhe zum Essen. Am Abend gleiches Spiel: Ruten raus und nochmal füttern. Am Morgen wurde ich schon vor dem Wecker wach, Wildgänse kreischten auf einem Feld in der Nähe. Schnell das Futterboot beladen und die Ruten raus bringen. Ich holte meinen Stuhl, machte mir einen Kaffee und genoss den Sonnenaufgang, Nebelschwaden ziehen übers Wasser, Wildgänse kreischen am Himmel, Stille, ich genieße den Moment. Plötzlich, ein einzelner Ton, die Schnur spannt sich, ich nahm die Rute auf und der Drill beginnt. Der Fisch hängt sein Gewicht voll rein, nach und nach kann ich Meter für Meter Schnur gewinnen. Es musste einfach ein guter Fisch sein. Dann sah ich das erste Mal eine leichte Silhouette des Fisches, Bingo, der war richtig gut. Jetzt bloß nicht nervös werden, gleich kann ich dich abschöpfen, das gefiel ihm leider gar nicht. Jetzt gab er nochmal richtig Gas und verlangte mir alles ab. Aber ich blieb der glückliche Sieger. Es war absoluter Wahnsinn, es ging Fisch auf Fisch. Die einzige schlechte Nachricht war, dass mein Futtervorrat zu Ende ging. Ich portionierte fortan kleinere Mengen, um bis Samstagnachmittag durchzukommen. Didi wollte noch zum Fischen dazukommen. Er hatte reichlich Futter dabei, was gut war, da ich nur noch 8 Boilies und eine Handvoll Tigernüsse hatte. Wir ließen den Tag gemütlich ausklingen. Das Wetter war mittlerweile etwas umgeschwenkt und es wehte ein eisiger Nord-Ostwind über uns hinweg. Was den Fischen scheinbar nicht gefallen hat, es wurde etwas weniger Aktivität. Nichts desto trotz konnte Didi auch noch einen schönen Spiegler verhaften. Ich fing noch einige schöne Fische. Den Vogel hab ich dann auch noch abgeschossen, indem ich am Morgen noch einen Koi fangen konnte. Anglerherz, was willst du mehr!? Ich habe in den vier Tagen über dreißig Fische fangen können - Wahnsinn. Es wird langsam Herbst, geht raus und genießt die schönste Zeit des Jahres.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ich wünsch euch allzeit ein dickes UWS im Kescher.
Daniel Kaluzny Supporter Selfmade-Baits