Ostersession 2012

13.04.2012 18:39 | Kundenberichte

Was war das für ein geiles Gefühl endlich wieder am Wasser sitzen zu können. Der Winter war fast vorbei und nun stellten uns seine letzten Ausläufer noch mal auf eine Geduldsprobe. Wie sehr sehne ich mich nach dem Frühling. Es ist einfach die schönste Jahreszeit, endlich erwacht die Natur, die Tage werden länger und unsere Lieblinge verfallen bei den steigenden Wassertemperaturen in einem wahren Fressrausch.
Das Aprilwetter zeigte sich natürlich von seiner besten Seite, fast stündlich änderte sich das Wetter vom strahlenden Sonnenschein über Regenschauer bis hin zum Schneeregen. Trotzdem zog es mich für vier Nächte an mein Vereinsgewässer. Ich rechnete eigentlich bei den Voraussetzungen nicht mit einem Fisch, aber ich wollte es trotzdem versuchen. Mir fehlte einfach  dieses Flair, in der Liege zu liegen,  der Natur zu lauschen und natürlich darauf zu warten, dass  mein Bissanzeiger um Hilfe schreit. Ich genoss einfach diese Ruhe, keine Hektik, kein Stress nur ich und die Natur. Das Camp wurde schnell errichtet und die Waffen scharf gemacht, also das habe ich schon mal nicht verlernt.
Mein GTM zeigte mir eine Wassertemperatur von 8,6 Grad auf 2m Tiefe an, der Wind kam aus Westen, naja vielleicht könnte das doch noch was werden mit den Jungs unter Wasser. Ich verteilte meine Ruten  in Tiefen zwischen 1- 4 Metern. Ich bestückte sie  mit Active Pineapple Knollen in unterschiedlichen Größen und Formen. Um den Reiz  meiner Hakenköder zu erhöhen, habe ich sie mit Fluo Pop up Mais, oder einen kl. Fluo Poppi versehen und zusätzlich in dem Pineapple Dip gesoakt. Nach dem Dippen wurden sie zusätzlich mit Baitpowder ummantelt. Als Beifutter diente mir ein kleiner Mix bestehend aus Hanf, Weizen, gecrushten Boilies und Dosenmais. Da ich gleich viel Aufmerksamkeit auf meinem Platz haben wollte, mischte ich den Mix mit Milchpulver, Haferflocken und Bachflohkrebsen. Durch das Milchpulver entsteht schon beim Füttern eine verlockende, dichte Wolke unter Wasser.
 
 
In den ersten zwei Nächten konnte ich drei Fische landen, sie waren keine Riesen, aber es war mir egal. Das Gefühl von der kreischenden Funkbox aus dem Schlaf gerissen zu werden, das Geräusch der knarrenden Rolle entschädigt für die widrigen Bedingungen. Den ersten Fisch des Jahres zu Keschern war einfach nur unbeschreiblich geil.
 
 
 
 
Man wie hab ich das vermisst.
 
Danach sollte sich leider Fischtechnisch das Blatt wenden. Das Wetter wurde immer schlechter und der auf Ost drehende kalte Wind machte mir einen Strich durch die Rechnung noch einen Fisch landen zu können. Aber egal, es war einfach mal wieder schön am Wasser gewesen zu sein und hoffe, dass mit den steigenden Temperaturen die Fische immer aktiver werden.
 
Sascha Thiel