Kurztrip von Sebastian Hermann

17.01.2010 22:00 | Teamberichte

 

 

 

Wir haben den 30.09.2010, 17 Uhr, und ich bin auf dem Weg an mein Hausgewässer, um für eine Nacht zu fischen, denn am anderen Morgen muss ich, Gott sei Dank, erst gegen 11 Uhr zu einem Termin. Das heißt also: ganze 16 Stunden zum fischen.

Es ist nun 17:55, und endlich komme ich am See an. Die knapp 80km Fahrt mit meinem Bus kamen mir vor wie eine Ewigkeit, denn mit 100km/h geht es ja nicht sonderlich schnell voran. Am Platz angekommen, heisst es erst mal Boot aus dem Auto ziehen und meine Ruten zusammenbauen. Als Köder kommen einmal ein Scopex+ in 18mm und ein Schneemann aus einem 18mm Natural-X mit einem Natural-X Dumbell als PopUp in 18mm zum Einsatz.
18:30 Beide Ruten sind abgelegt und jeweils mit drei ganzen und drei halben Boilies gefüttert. In Tiefen von 2 und 5,8 Meter.
 
Nun heißt es warten und hoffen.
19:15 Auf meiner linken Rute, die mit einem Schneemann bestückt ist, kommen zwei Piepser, dann nichts mehr. 5 Minuten später ein Fallbiss, also ran an die Rute und Kontakt aufnehmen. Aber wie ich es mir schon fast gedacht habe, war es wieder mal eine riesen Brasse, die zugeschlagen hat. Also abhaken, neu auslegen und hoffen, das nicht wieder eine Brasse beißt.
 
20:30 Draußen ist es mittlerweile stockfinster, und ich werde mir erst mal was kochen. Heute gibt es Spätzle mit Chicken und einer Soße (alles aus der Tüte)  
 
Was man für einen Luxus haben kann beim Fischen mit so einem Bus, hätte ich noch vor einem halben Jahr nicht zu träumen gewagt.
 
21:20 So, nun mach ich am PC noch bis 22:00 Uhr was für die Arbeit, und dann wird geschlafen, damit ich fit zum Drillen bin.
4:00 Ich wache auf, und bin enttäuscht, nachdem ich auf die Uhr geschaut habe. Bisher hat noch kein Fisch gebissen, obwohl die Zeit zwischen 0:00 und 2:00 Uhr eine sehr gute Beisszeit ist. Aber mir bleibt ja noch die Zeit zwischen 6:00 und 9:00 Uhr, die mir hier schon den einen oder anderen Fisch beschert hat. Mit gutem Gefühl lege ich mich noch mal auf die Liege.
 
7:40 Ein einzelner Piepser auf der linken Rute. Nein, bitte nicht schon wieder eine Brasse. Nach einigen weiteren Piepsern stehe ich auf und schaue nach dem Rechten.
 
Der Hänger ist oben, also Rute aufnehmen und mal schauen, was kommt. Der Fisch lässt sich relativ willenlos heranziehen. Nur ein paar Kopfschläge kann ich spüren, und somit ist eigentlich klar: wieder so ein dicker Brassen. 30 Meter vorm Ufer kommt auf einmal starker Druck auf die Rute. Ok, doch kein Brassen, denke ich. Vielleicht ein kleiner Karpfen? 10 Meter vom Ufer dann der erste Sichtkontakt und siehe da, das sieht richtig gut aus. Nach einem nun folgenden, ca. 5 Minuten langen, harten Drill auf den letzten 10 Metern, kann ich ihn keschern. Ich wiege ihn, und siehe da: 38 Pfund! Top, und erste Sahne!
Bilder mit dem Fernauslöser schnell gemacht und ab ins Wasser zurück...smiley
8:40 Rute noch mal abgelegt, denn es bleibt mir noch eine Stunde Zeit, oder besser gesagt: den Fischen!
 
9:55 Alles ist wieder zusammengepackt, nur die Ruten liegen noch. Den lieben Karpfen gebe ich noch eine Zigarettenlänge Zeit, und dann ist für heute Schluss.
 
Resümee: Für mich war es ein sehr erfolgreicher Kurztrip. Ein bis zwei Fische bei einem Kurztrip sind genug, denn wir wollen ja am nächsten Tag in der Arbeit fit sein. 
 
Nachtrag: Nach meinen Terminen konnte ich noch mal für ein eine Nacht raus.
In dieser Nacht biss noch eine Schleie und ein Schuppi mit 30 Pfund, auf Schneemann aus Natural-X, so wie oben verwendet.
Alle Mühen haben sich gelohnt!
 
Sebastian Hermann
Selfmade-Baits