Kaltstart für Christoph Mack

09.05.2018 12:36 | Teamberichte

Kaltstart für Christoph Mack


 

Für mich persönlich ist jedes Frühjahr immer etwas ganz Besonderes. Jeder kennt es! Die Messesaison neigt sich dem Ende zu, die neue Saison am Wasser steht schon in den Startlöchern. Mit mehr Wissen und dem ein oder anderem neuem Feature im Gepäck, sind wir hochmotiviert und können es mal wieder kaum erwarten, ans Wasser zu kommen. Über die kalten Wintermonate konnten wir alles Erlebte des vergangenen Jahres verarbeiten. Was waren das wieder für unglaubliche Momente mit guten Freunden, der ein oder anderen Überraschung, tollen Fischen, aber leider auch Niederlagen. Niederlagen, die einfach immer dazu gehören und auch dazu gehören werden. Egal ob in unserem Hobby oder im Alltag. Doch diese sind es, aus denen wir schließlich lernen und uns dadurch weiterentwickeln. Die Winterpause ist die Zeit, vergangenes zu verarbeiten, entsprechende Schlüsse zu ziehen, um neue Chancen zu erhalten und diese letztendlich erfolgreich zu gestalten.

Die letzten Wochen waren hart. Ohne Frage, jedes Jahr dauert der Winter eine gefühlte Ewigkeit. Doch dieses Jahr war es kaum zu ertragen. Der viel zu milde und regenreiche Januar machte keinerlei Anzeichen, dass der Winter überhaupt nochmals kommen würde. Eisfreie Seen, Regen sowie Tiefdruck. Eigentlich beste Voraussetzungen, um die neue Angelsaison einzuläuten. Doch wie es so immer im Leben ist, kommt es immer anders und so war ich mehr oder weniger gezwungen, die Ruten in ihrem Winterschlaf zu lassen. Der Januar ging, der Februar kam und mit dem neuen Monat auch der Winter. Und der hatte mal so richtig Bock! Die letzten Wochen wurden von einer regelrechten Kältewelle heimgesucht. Alle Seen, Bäche und sogar Teile unserer größeren Ströme, waren mit einer dicken Eisschicht überzogen. Kein Wunder, bei Dauerfrost im zweistelligen Bereich.  Für uns Karpfenangler sicherlich keine leichte Zeit.  Das Warten überbrückten wir mit Rigs binden, den ein oder anderen Bildern und DVDs. Zum Glück hatte uns die Angelindustrie, wieder mit wahren Meisterwerken auf Video verwöhnt, so dass wir uns von dem tristen Wetter ablenken und uns für die kommenden Abenteuer am Wasser motivieren konnten.

 

 

Es war schlimm! Das Kribbeln war da, das Eis leider auch. Der Winter hatte alle Gewässer noch immer in seinen kalten Klauen. Jede Woche stattete ich meinem Revier einen Besuch ab, um anschließend wieder völlig frustriert die Heimreise antreten zu müssen. Mittlerweile fieberten wir alle schon gar nicht mehr dem ersten Fisch entgegen. Wir alle wollten einfach nur wieder raus. Raus aus dem Alltag, den Kopf freibekommen und einfach mal wieder alles hinter sich lassen. Den Wunsch, das Wasser vor Augen zu haben, den Wind zu spüren, das nasse Schilf riechen.  Endlich wieder eins mit der Natur sein! Diese Gedanken begleiteten mich Tag für Tag.  Egal ob im Büro, mit Familie oder mit Freunden, ich redete nur noch von der ersten Session.

Doch irgendwie sollte alles schneller gehen als erwartet. Eines Nachts wurde ich durch ein lautes Donnern geweckt. Gewitter mitten im Winter? Wie geht das denn? Ein Blick aus dem Fenster gab mir dazu Hoffnung. Regen! Ein Tiefdruckgebiet folgte dem nächsten. Zahlreiche Regengüsse und orkanartiger Wind machten dem Eis innerhalb von wenigen Tagen ein Ende. Wo vor einer Woche noch eine 15 cm starke Eisschicht war, war jetzt wieder ordentlicher Wellengang. Endlich wieder raus! Es waren die üblichen Bedingungen im Frühjahr. Triste Landschaft, auflandiger Nordwind und die ersten Wildgänse begrüßten mich mit ihrem lauten Geschnatter. Kaum am Wasser, packte mich schon der alte und immer wieder so freudig empfundene Zauber der Einsamkeit. Ich war glücklich, wieder zu Hause am Wasser zu sein. Doch es blieb keine Zeit für Sentimentalität, ich wollte den ersten Karpfen, doch leichter gesagt, als getan… Jeder weiß, die erste Session kann auch schnell wieder im Frust enden. Vor allem, wenn man hochmotiviert ist und sich einige Ziele in der neuen Saison vorgenommen hat.
Zwar ist es draußen schon deutlich wärmer als noch vor Wochen, doch unter Wasser herrscht nach wie vor Lethargie und nackter Überlebenskampf. Die Fische sind noch immer träge, bewegen sich kaum und von großer Nahrungsaufnahme möchte ich erst gar nicht reden. Um erfolgreich zu sein, bedarf es daher Zielstrebigkeit, Ausdauer und Fingerspitzengefühl. Ihr braucht dazu keine Wunderköder! Location und der Glaube an sich selbst, sind meist der Schlüssel zum Erfolg.

Jedes Jahr aufs Neue ist mir bewusst, dass die ersten Sessions kein einfaches Unterfangen werden.  Erfolge müssen alle extrem hart erarbeitet werden. Oftmals unter Bedingungen, bei denen man sich wünscht, lieber zu Hause im Bett geblieben zu sein. Doch wenn man den ersten Karpfen in den Händen hält, sind alle Mühen und nassen Klamotten schnell wieder vergessen. Ich liebe das Frühjahr! Es ist die Zeit, wo man nur selten jemanden am Wasser trifft. Oftmals verbringt man Tage und Nächte allein am Wasser und trotzdem bin ich jedes Mal aufs Neue vom Stolz geprägt, wenn ich am Ufer neben meinen Ruten stehe und merke, dass ich die große Wasserfläche für mich alleine habe.

 

 

Meine Taktik gestalte ich so, dass ich mit hochattraktiven Ködern, den noch „müden“ Fischen entgegenwirke. Ich rede hier von kleinen Ködern in Größen von 14mm – 18mm. Ich verwende einzelne Active Pop-Ups in sehr auffälligen Farben, die ich schon Wochen vor dem Einsatz entsprechend präpariere.
Um die Fische möglichst rasch auf meine Hakenköder aufmerksam zu machen, vertraue ich meinen üblichen Liquids. In regelmäßigen Abständen benetze ich meine Boilies und gebe dem Ganzen mehrere Tage Zeit einzuwirken. Zu meinen favorisierten „Boostern“ gehört eindeutig der Scopex+ Dip. Nachdem die erste Schicht getrocknet ist, wiederhole ich die Prozedur noch mehrmals, so dass der Boilie bis zum Kern mit dem leckeren Zeug vollgesaugt ist. So präpariert, bekommen meine Hakenköder eine attraktive und leckere Außenhaut verpasst. Durch das Wiederholen und Trocknen bekommt der Köder eine deutliche längere Haltbarkeit und gibt schon nach kurzer Zeit im Wasser Teile seines erkennbaren Lockstoffes an das Wasser ab. Somit habe ich meinen kleinen, aber auffälligen Ködern einen extra Kick verliehen, der an Geschmack kaum mehr zu überbieten sein dürfte. Unter Wasser explodieren die behandelten Köder regelrecht vor Geschmack und sprechen somit die Karpfen über all ihre Sinne an.

Als meine Lieblingsfarben der Hakenköder haben sich ganz klar gelb und weiß heraus kristallisiert.  Es sind Köder, die ich das ganze Jahr über verwende und absolutes Vertrauen schenke. Anfangs habe ich schon erwähnt, dass der Glaube an sich selbst ausschlaggebend ist. Dieser ist aber nur gewährleistet, wenn man Köder verwendet, von denen man auch absolut überzeugt ist. Das triste Frühjahr ist sehr anspruchsvoll und man benötigt eine Menge Sitzfleisch. Doch wer schon am Köder zweifelt, wird schnell an sich zweifeln und auch schnell wieder im Auto Richtung Heimat sitzen.

Als Köderpräsentation wähle ich das Hingerig. Dieses Rig kommt bei mir das ganze Jahr über zum Einsatz und wird immer einen Platz in meinem Rigsafe haben. Doch warum verwende ich es im zeitigen Frühjahr? Anhand zwei Aspekten bin ich der der Meinung, dass dieses Vorfach bei kaltem Wasser geradezu unschlagbar ist.  Zum einen ist es der optische Reiz, den ich damit erzielen kann! Ich präsentiere einen hellen Köder nur wenige Zentimeter über dem dunklen Grund. Allein der Kontrastunterschied sorgt für Neugier beim Karpfen. Ich denke sogar, dass oftmals die reine Neugier der Fische, meinen Delkim zum Kreischen bringt.

 

 

Zum anderen besitzt das steife Vorfachmaterial ein perfektes Hak-Potential und sorgt zusätzlich für verwicklungsfreies Werfen beim Angeln auf große Distanzen.  Mein weiteres Vorgehen wird durch sehr löslichem Futter gekennzeichnet, das eine Art Wolke um meinen Köder geben soll. Im Normalfall reicht mir ein stark arbeitender Mix aus hochwertigen, aber genauso einfachen Komponenten aus. Ich rede hier von maximal drei Händen pro Rute! Das ist zwar nicht die Regel, doch wenn wir mit geringen Wassertemperaturen zu kämpfen haben, absolut ausreichend. Mit diesen kleinen Mengen stelle ich immer sicher, dass sich die Fische nicht satt fressen. Das Futter muss bei kalten Wassertemperaturen gut verdaulich sein und die Fische zum Fressen stimulieren. Ich bin mir sicher, dass es mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit erfolgsversprechender ist, mit wenig Futter oder sogar gar keinem Futter vorzugehen. Mit dieser Taktik spreche ich zwar wenige oder nur einzelne Fische an, jedoch steigert es meine Chancen enorm, auch einen davon zum Fototermin zu überreden.

Meine Futtermischung bei kaltem Wasser? Ganz einfach!
Dafür nehme ich zwei gute Hände Amino Pellets in den Größen zwischen 5 und 10mm. Pellets sind aufgrund ihrer Zusammensetzung reich an Aminosäuren, die sowohl geruchlich als auch geschmacklich wahrgenommen werden. Keine Frage, Aminosäuren stellen die wichtigsten natürlichen Futterstimulantien dar. Zusätzlich glänzen Pellets mit Mineralen und Fetten. Durch diese Zusammensetzung liefern diese eine ideale Verdaulichkeit und Verwertbarkeit für den Fisch. Also optimales Karpfenfutter, wenn wir mit kalten Wassertemperaturen wie jetzt im Frühjahr zu kämpfen haben.

Hinzu kommt der Klassiker, den wir alle noch von unseren Kindheitstagen am kleinen Vereinssee kennen. Dosenmais! Die süßen gelben Körner liefern uns gleich zwei Vorteile. Intensiver Geschmack und einen optischen Hingucker. Ich gebe vielleicht ein Viertel der Dose hinzu, was absolut ausreichend ist. Die zuckersüße Flüssigkeit der Dose mische ich dem Futter unter, dies soll dafür sorgen, dass sich die Pellets schön mit dem Saft vollsaugen können und weich werden. Anschließend kommt eine gute Menge Milchpulver hinzu. Milchpulver ist sehr eiweißhaltig, und verfeinert meinen Mix mit einem leicht süßlichen und cremigen Geschmack, der zudem einen sehr hohen Nährwert besitzt. Die hohe Wasserlöslichkeit des Pulvers bewirkt zusätzlich, dass ich einen sehr schleimig, klebrigen Brei bekomme, der unter Wasser eine hochattraktive Wolke erzeugt, die sich in der gesamten Wassersäule verteilt und sich wie ein weißer Schleier um meinen Hakenköder legt.

 

 

Abschließend runde ich mein Futter mit Rösthanf ab. Warum? Ich spreche ja die ganze Zeit, dass wir im Winter bzw. Frühjahr ein attraktives Futter benötigen. Meiner Meinung nach ist diese Zutat eine absolute Wunderwaffe und kann an manchen Tagen den Unterschied ausmachen. Wie ihr wisst, ist Hanf im Allgemeinen aufgrund seiner Aminosäuren, Mineralstoffen und vor allem wegen seines hohen Ölgehaltes ein wahrer Magnet für alle Arten von Friedfischen. Starker Eigengeruch, verdauungsfördernd und appetitanregend sind die Markenzeichen des Rösthanfs und ein Muntermacher für jeden Winterkarpfen. Zu guter Letzt, kommt noch eine kleine Hand voll Boilies hinzu. Hier rede ich von maximal 10 – 15 Stück. Ich verwende hier Boilies in Größen von 14mm, die ich bei Bedarf noch halbiere. Als einer meiner Favoriten hat sich über Jahre der Active Scopex + herauskristallisiert. Die leicht löslichen Milchproteine, lassen den Boilie sehr schnell unter Wasser arbeiten um somit die Fische schneller auf unser Futter und auf unseren Hakenköder aufmerksam zu machen.

Das Ganze mische ich nun zuerst im trockenen Zustand an und gebe anschließend nur so viel Wasser hinzu, damit sich alles einfach vermischen lässt. Für eine absolute Geschmacksexplosion sorgt der Milky Tigernut Liquid. Dieses Produkt hat absolutes Vertrauen bei mir und begleitet mich auf jeder meiner Sessions. Das nussige Aroma der Tigernüsse und deren Öl, sowie die Note Vanille, sorgen für einen angenehmen und stimulierenden Geruch. Mein absolutes Highlight dieses Lockstoffes ist aber nicht der Geschmack, sondern die anziehende, visuelle Wahrnehmung unter Wasser. Die darin enthaltenden Bestandteile sind leicht wasserlöslich, was ebenso zu einer verführerischen Wolkenbildung beiträgt. Nach dem hinzugeben, des Liquids vermische ich alles und lasse es 5-10 Minuten ziehen, damit sich alle Komponenten perfekt miteinander verbinden und vollsaugen können. Anschließend ist unser Futter bereit zum Ausbringen, doch nicht zu voreilig!
Jeder noch so gute präparierte Köder und jedes noch so attraktive Futter wird keinen Erfolg bringen, wenn wir nicht dort angeln, wo auch tatsächlich Fisch ist. Wie anfangs erwähnt ist die Platzwahl eines der elementaren Dinge, die ihr bei eurem Vorgehen beachten müsst.
Ihr solltet immer bedenken, dass der Karpfen momentan nicht aktiv auf der Suche nach Futter ist. Bedingt durch die kalten Temperaturen über und im Wasser, fahren die Fische ihren Stoffwechselhaushalt massiv herunter. Sie sind bei weitem nicht mehr so aktiv wie sonst und verbrauchen daher nur sehr wenig Energie. Sie schalten praktisch in eine Art Energiesparmodus um lediglich von ihren Fettreserven zu leben. Die Fressphasen sind nur noch sehr kurz. Daher ist es wichtig, das „warme“ Wohnzimmer der Fische auszumachen um dort die Köder zu platzieren.
Um diese zu finden, sollte man die tiefen Stellen ausfindig machen. Auch wenn die Finger klamm werden, ich verspreche euch, loten führt euch zum Fisch. Findet die tiefen Stellen des Gewässers und ihr werdet Fisch finden. Wenn ihr dazu noch ein wenig Struktur am Platz, wie z.B. Totholz findet, habt ihr einen wahren Hotspot gefunden. Struktur im Wasser bedeutet immer Nahrung und Schutz. Mehr muss man dazu nicht mehr sagen. 

Nachdem ich gelotet habe, klippe ich die Schnur ein und übertrage die Schnurlängen auf meine Spodrute sowie meine Rute, mit der ich anschließend mein Rig auswerfe. So habe ich die exakte Entfernung meines anvisierten Spots und kann mit hoher Wahrscheinlichkeit den Platz wieder punktgenau treffen. Nach dem Platzieren der ersten Rute, kommt nun das hochattraktive Futter zum Einsatz. Zum Ausbringen meines Futters nehme ich die Spomb. Diese ist perfekt geeignet, um punktgenau meinen Spot zu treffen.

 

 

Zuerst werfe ich mein Rig aus, das Dank des Schnurclips punktgenau an der zuvor geloteten Stelle landet. Anschließend wird die bereits befüllte Spomb mit der Spodrute ausgebracht. Der Wurf, wird durch den Clip abgestoppt und das Futter sinkt perfekt, auf das zuvor ausgelegte Rig.  Die Spomb bringe ich anschließend, je nach Wetterlage und Wassertemperatur 1-3 Mal aus. Somit ist sichergestellt, dass nur so viel Futter um meinen Köder ist, wie nötig.

 

 

Viele denken jetzt ich platziere die andere Rute in unmittelbarer Nähe der anderen. Falsch gedacht! Das Frühjahr hat seine Tücken und deren sollte man sich stets bewusst sein. Auch wenn ich mit meiner Futtertaktik und dem gewählten Spot sehr sicher bin, setze ich bei kaltem Wasser nie alles auf eine Karte. Bei meiner zweiten Rute, gehe ich ein wenig anders vor. Mit dieser Rute möchte ich die Fische suchen. Habe ich einen potentiellen Spot im Kopf, wo ich Fische vermute, werfe ich diesen an.  Dem Platz gebe ich eine oder zwei Stunden Zeit. Als Köder dient auch hier ein sehr auffälliger Pop-Up am Hingerig. In aller Regelmäßigkeit hole ich meine Rute ein und werfe sie an eine andere vielversprechende Stelle. So kann ich in wenig Zeit sehr viel Strecke machen und finde die Fische früher oder später. Das Ganze hat den positiven Nebeneffekt, sehr viel über die Gewässerstruktur zu lernen. Durch das ständige Verlegen merke ich, wie der Boden beschaffen ist. Sandbänke, Muschelfelder oder Totholz machen sich schnell bemerkbar und werden sofort im Hinterkopf behalten. Am einfachsten ist es jedoch, wenn ich Fische lokalisieren kann. Sobald ich einen Karpfen rollen sehe, wird dieser unmittelbar angeworfen. Auch hier lasse ich die Rute ein paar Stunden ruhen. Das Ganze mache ich so lange, bis einer meiner beiden Ruten sich zu Wort meldet. Egal welche Rute mir einen Biss brachte. Anschließend verlege ich beide Ruten an den Platz, der mir Fisch gebracht hat. Das erste noch so kleine Anzeichen von Aktivität, ist für mich ein Indikator, wie ich in meiner restlichen Zeit der Session vorgehen werde. Der erste Biss oder sogar Fisch, sind für mich die besten Argumente, um zu wissen, dass ich das „warme“ Wohnzimmer der Karpfen gefunden habe. Habt ihr das einmal geschafft, kann alles auch im Winter ziemlich einfach sein.

 

 

Bei kalten Temperaturen gehören springende Fische und Aktivität aber eher zur Seltenheit und es gehört sehr viel Aufmerksamkeit am Wasser dazu. Es sind nur sehr kleine Zeitfenster, wo die Fische aktiv sind und sich auch zeigen werden. Oftmals nachts oder am frühen Morgen. Da ich die Zeit am Wasser lieber genieße und ungern alles verschlafe, bekomme ich in den ersten Nächten des Jahres nur sehr wenig Schlaf, da ich ständig ein Auge auf das Wasser habe. Aber auch meine Ohren sind in den kalten und dunklen Nächten besonders scharfgestellt. Selbst wenn ich im Schlafsack dick eingepackt liege und ich einen Fisch rollen höre, bin ich mir nicht zu schade, um aufzustehen, die Stelle zu lokalisieren und meine „mobile“ Rute genau dort zu platzieren. Schlafen kann ich noch genug, wenn ich weiß, dass mein Hakenköder in der Nähe von Fischen liegt.  Also, Handy bei Seite und Fokus auf das Wasser!

 

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Saison! Wir sehen uns am Wasser.

Chris