Frühlingserwachen,es ist “Choddy-Time“

24.03.2014 00:00 | Supporterberichte

In der nächsten Woche werde ich wieder ein Jährchen älter und reifer, so hoffe ich. Ich bin halt ein echtes Frühlingskind, nur eben nicht mehr ganz so jung. Aber das Älterwerden hat auch einige Vorzüge. Man geht an viele Dinge des Lebens etwas gelassener heran, wird achtsamer und konzentrierter. Ich freue mich über Dinge und Werte die ich besitze und mir über die Jahre hinweg erarbeitet habe. Große Erwartungen an das Leben und beim Fischen stelle ich nicht mehr. Ich genieße sowohl die Einsamkeit als auch das gemeinsame Fischen mit meinen Freunden. Der Faktor Zeit spielt dabei eine wichtige Rolle, da selbst wenige Stunden am Wasser, wenn man sie richtig auslebt, sehr wertvoll sind. Gerade jetzt im Frühjahr könnte ich wieder stundenlang mit der Kamera im Anschlag, der Natur lauschen und auf das passende Foto warten, meine EOS ist mittlerweile mein wichtigster Begleiter am Wasser.



Am letzten Wochenende war ich mit meinem Freund Daniel am Vereinsgewässer, vorher hatte ich schon einige Fische überlisten können, daher waren wir guten Mutes. Wir hatten beide bisher mit unserem Chod-Rig noch keine nennenswerten Erfolge vorzuweisen, glaubten aber fest daran und dachten ständig darüber nach, wie wir es noch besser präsentieren könnten. Nun ja, dass grelle, farbige Poppis im Frühjahr sehr fängig sind, weiß wohl in der Zwischenzeit fast jeder, daher vertrauten wir auf knallige Farben. Mit 14er Sweet-Insekt sowie Aktive Banane- Fish wollten wir unser Glück versuchen. Das Wetter war sehr wechselhaft mit Sturm, Regen aber auch etwas Sonnenschein. Wir klopften jeden Spot fein säuberlich mit der Markerrute ab, um auch sicher zu gehen dass die Montagen perfekt liegen, dafür nehmen wir uns mittlerweile viel mehr Zeit als früher. Die Nacht verlief ziemlich ruhig, außer dass mein lautes Schnarchen meinem Kumpel wohl etwas um seinen verdienten Schlaf brachte. Gegen sieben Uhr morgens hörte ich zwei einzelne Piepser aus dem Fox NX von Daniel, ich dachte mir, warte noch, bis ich seine Stimme hörte: Micha Chod-Rig . Es war außerdem ein klassischer Fallbiss, der uns eine Weile im Unklaren lies, was da eigentlich am Haken hing. Aber nach kurzer Zeit kam dann doch der erste Choddy Karpfen zum Vorschein. Die Freude war sehr groß, da unser Konzept aufging, man muss einfach nur dran glauben und dran bleiben. Keine zehn Minuten später lief auch meine Choddy Rute ab und der zweite Schuppi fand seinen Weg in den Kescher, der knallige Fruit and Pepper hatte ihn zum Biss verleitet.


Wir machten uns ein leckeres Frühstück und genossen die Morgensonne.

Noch etwas zu diesem Rig. An Gewässern, an denen keine Boote oder Futterboote erlaubt sind, ist das Chod-Rig eine sehr gute Alternative, da man es auf fast jedem Untergrund fischen kann und extreme Wurfweiten erzielt ohne das sich etwas  verheddert, außerdem ist es leicht zu bauen. Also unbedingt mal ausprobieren.
 
Bis zum nächsten Mal
Euer Micha.