Erst die Arbeit dann das Vergnügen...

19.05.2011 12:30 | Teamberichte

 

Eigentlich sollte das Jahr anders laufen. Aber bereits im Winter wurden einige Vorplanungen hinsichtlich der anstehenden Baumaßnahmen an unserem Haus getroffen. Nach langen hin und her, und vor allem aus finanziellen Aspekten, wurde dann im Kreis der Familie entschieden, unser Haus komplett zu sanieren. Das würde die zeitlichen Möglichkeiten, um Fischen zu gehen, empfindlich einschränken. Geplant war eigentlich im Mai ein zwei Wochen-Trip. Dieser stand schon im April auf der Kippe, da mein Spannemann Mario nun auch große Baumaßnahmen vor hatte. Wir überlegten hin und her, und selbst unsere Frauen waren der Meinung, dass wir uns mal Ruhe gönnen sollten. Einfach entspannen am Wasser, egal ob Fisch oder nicht. Wichtig war nur: Abschalten und Energie tanken. So ging es auch nach dreitägiger Verspätung gemütlich an unseren gemeinsamen Angelplatz. Alles aufgebaut, einige Checks vorgenommen, wie das GPS und Echolot ins Boot und raus aufs Wasser. Da es die Stellen von 2010 nicht mehr gab, hieß es also neue suchen. Ein paar neue Stellen markiert und Futter rein. Gefüttert wurde jede Stelle mit anderen Ködern. Die eine mit Pure-Shellfish, die andere mit Scopex + . 

 

Der Abend näherte sich, und nun kamen die Köder raus - natürlich je eine Schneemann mit Shellfisch/Muschel Pop Up und Scopex + mit Strawberry+ Pop-Up (Fluo-Weiß).

 

Dann  gönnten wir uns ein kühles Blondes, und wie die Tradition es verlangt, kamen ein paar Spritzer ins Wasser.

 

Der Grill war noch nicht richtig abgekühlt, schon fiel der Swinger nach unten. OHA, ein Fallbiss. OK, keine Panik, bei der Montage gibt’s kein Entrinnen. So gesellte sich Brachse Nummer 1 ans Ufer. In der Nacht fing es neben uns mächtig an zu klatschen. Selbst die Frösche machten ein Konzert, so dass wir fast nur wach waren. Am Morgen schnappte ich mir die Fotoausrüstung und das Boot, und musste feststellen, dass die Karpfen und Bleie am Laichen waren. Der ganze Spuk war dann Freitag vorbei. Gut, geht ja eh nur 24 h, wie derjenige weiss, der sich in der Fischerei ein wenig auskennt. Somit hofften wir mal auf einen Karpfen. Denn bis jetzt erhöhten sich unsere Fänge nur durch Brachsen. OK, dann sind wir eben Brachsenkönige. Am Tag war alles still - sehr seltsam.

 

Samstagmorgen hörte ich endlich den bekannten Ton. Ein Vollrun bei Mario. Hoffentlich kommt er ans Ufer. Ja, Karpfen Nr. 1 war sicher gelandet. Ein Traum. So, Kaffee war fertig, und wir wollten gerade einen Plan machen, was als Nächstes getan werden sollte, als ich einen Vollrun an meiner Rute bekomme. Ins Boot rein und nach 5 Minuten war das auch schon erledigt. Karpfen Nr. 2.

 

Bis zur Abreise blieb es dann dabei. Es war ein erholsames Fischen, ohne Druck und Stress. Einfach Teamangeln wie wir es kennen www.carp-hunter-niederschlesien.de.

 

Bei der Rückfahrt wurde noch eine andere Stelle begutachtet, die ich nur in kurzen Ansitzen befischen wollte. Also wurde ein wenig vorgefüttert, und am Dienstagabend ging es mit Ruten und Stuhl ans Wasser. Um 04.00 dann der Vollrun auf eine ummantelte Shellfisch Kombination. 20 Minuten Kampf, kein Boot, aber eine punktgenaue Landung in einer freien Ufer-Zone. Und was lag da im Kescher? Ein richtig schöner Spiegler, der bereits abgelaicht hatte.

 

Der Stress ging dann aber erst richtig los, wer kann denn unter der Woche Fotos machen? OK, dann musste Frauchen ran. Nach mehrmaligem Anklingeln bekam ich die Zusage, denn Söhnchen musste ja pünktlich in der Kita sein. Bin dann sehr müde nach Hause gefahren, denn die Arbeit wartete schon wieder auf mich.

Ich hoffe dass ich bald wieder mal rausfahren kann, aber alles zu Hause stehen lassen, kommt bei mir nicht in Frage – und die Fische rennen mir ja nicht weg....

 
 
 
 
 
 
 

In diesem Sinne euer

Silvio Hiller