Dezember Gold

19.02.2017 11:16 | Kundenberichte

Hallo, mein Name ist Tillmann Vogt, ich bin 30 Jahre alt und habe meine Passion im Karpfenangeln gefunden. Es ist Mitte Dezember, die ersten frostigen Nächte liegen schon hinter uns. Kurzfristig habe ich mich entschieden an einen ca.5ha großen Baggersee zu fahren um eine für mich neue Range auszuprobieren: Boilies und Köder der Firma Selfmade Baits, welche ich bis Dato noch nicht getestet hatte. Kurzer Hand wurde Donnerstagabend das Auto bepackt um am Freitag dann direkt ans Wasser fahren zu können. Dort angekommen verschaffte ich mir erst mal einen Überblick vom Gewässer, sind Gründelblasen zu sehen oder irgendein anderes Indiz das die Karpfen noch halbwegs aktiv sind?

Ich habe mich für eine Stelle in einem Schilfgürtel entschieden in einer windabegewandten Bucht. Nach einer gefühlten Ewigkeit des Lotens endlich ein „TOCK“! Genau das wonach ich gesucht hatte! Eine kiesige krautfreie Stelle direkt an einer Krautkante. Schnell ist die Tiefe gecheckt und die Schnur eingeclipt. Der Spot ist gewählt.

In 5,50m – 6m Tiefe und mitten im Freiwasser will ich es versuchen und es heißt nun „Futter bei dä Fische“. Ich füttere nur so viel wie nötig und setze auf attraktive Köder! Umso besser, dass die Entfernung es zulässt das ich mit PVA arbeiten kann. Schnell ist die Spodrute mit Hilfe von Distance-Sticks auf die gemessene Distanz eingeclipt und ein paar Spombs auf dem Spot verteilt. Hanf, Tigers etwas Dosenmais, gecrushte Natural Instinct Boilies und das passende Liquid sollten es bringen.

Alles schön und gut. Futter ist am Platz, jetzt sind die Ruten dran. Die erste Rute wird mit einem Withy Pool Rig und einem Natural Instinct Dumbell in 14 mm und on Top mit einem gelben Fake Maiskorn bestückt. Die zweite Rute wurde mit einem Multi Rig, einem Natural Instinct Hookbait und einer halben Tigernuss beködert. Die Tigernuss ist so angebracht, dass die weiße Seite oben ist - als Optischer Reiz. Die Ruten werden ebenfalls auf die gemessene Distanz eingeclipt und noch mit einem PVA-Stickmix bestückt, damit die Fallen auch optimal angeboten werden.

Jetzt heißt es „Feuer frei“ und das erste Blei gleitet zu Boden.„TOCK“

Genau da sollte Es hin. Die Zweite Rute wurde genauso schnell eingestellt und die Delkims scharf gemacht.Es ist nun dunkel und kalt, nur meine Kopflampe erhellt die Dunkelheit etwas.Nachdem ich mein Abendessen fertig hatte, zog ich mich in den warmen Schlafsack zurück und versuchte die Augen zu schließen. Nichts da, mein Gehirn ratterte ununterbrochen.

Ist das Futter Ok? Sind die Köder Ok? Geht meine Taktik wohl auf???

Die Augen fielen langsam zu und ich war kurz vor der Tiefschlafphase, doch plötzlich: „Piep“ …. „Piep“ erst ganz zaghaft und dann - der Dauerton auf den ich gewartet hatte!Das Adrenalin und die Freude etwas am Haken zu haben hatte mich bei meinem Sturm zur Rute vergessen lassen die Stiefel anzuziehen.Nach dem Drill, nur auf Socken, konnte ich einen dickbäuchigen Spiegler auf die Matte legen. Makellos und wunderschön.

Nachdem der schöne Spiegler wieder in sein Element zurück gelassen wurde ging es erneut ab auf die Liege. Die Nacht verlief weiter ruhig.

Am Morgen, nachdem ich mir ein ausgiebiges Frühstück gegönnt hatte, beköderte ich die Ruten neu.Die Köder die jetzt ca. 15 Stunden im Wasser lagen, rochen noch wie frisch aus der Dose. Die Köder der Firma Selfmade Baits überzeugten mich direkt.Das System und die Taktik sind aufgegangen, also auf ein Neues.Die Nacht brach nach den kurzen Tagen im Winter schneller herein als mir lieb war und die Delkims blieben leider stumm.In der ganzen Nacht tat sich nichts, aber auch wirklich gar nichts!

Sollte es bei dem einen tollen Karpfen bleiben???

Im Morgengrauen wurde ich durch ein paar einzelne Piepser geweckt.Mein erster Gedanke: Die Brassen haben meinen Spot entdeckt …. Doch dann erst ein doppelter Piepser, gefolgt von einem wunderschönen Dauerton.  Beim Aufnehmen der Rute und der Kontaktaufnahme zum Fisch merkte ich schnell das mein gegenüber wusste was los war. Nach mehreren Fluchtversuchen ins Schilf und einem tollen Drill glitt das ersehnte „Dezember Gold“ über mein Kescher Netz.Ein schöner langer Spiegler mit einer goldenen Schuppe hinter dem Kiemendeckel lag auf meiner Abhakmatte!Ich war mehr als baff, als die Waage bei 18 kg stehen blieb.

Das nenne ich mal einen wirklich „Goldigen Dezember“.

TL und Petri Heil

Euer Till