Der erste Trip Richtung Osten

08.12.2011 16:59 | Kundenberichte

Kennt ihr das, wenn nichts so klappt, wie ihr es euch vorstellt?  Zum Beispiel fangen nur andere die großen  und selber muss man sich mit Satzkarpfen begnügen; oder der Pfingsttrip war völlig für die Katz oder der lang im Voraus geplante Herbsttrip wird kurzfristig abgesagt.
Und genau so ging es mir bis zu diesem Zeitpunkt, an dem ich mit Sebbi telefoniert habe und er mir vorschlug bei  ihm, Pascal und Markus mitzufahren.
Da konnte ich natürlich nicht nein sagen.
 
Dann stellt sich nur noch die Frage wo es hingehen soll? Italien oder Ostdeutschland???
 
Die Entscheidung fiel auf Ostdeutschland. Dank Google Earth war auch der passende See – nach ein paar Bier in fröhlicher Runde -  gleich gefunden. Leider mussten wir vier dann nach der Ankunft feststellen, dass man den schöneren Teil des Sees nicht befischen durfte. Wir teilten uns auf um herauszufinden, in was für einem Teil des Sees sich die Fische zu dieser Jahreszeit aufhielten. Markus und Sebbi probierten es am Anfang an unserem Ausgangspunkt, Pascal und ich zogen ca. 1 km westwärts.
 
 
 
Zum Einsatz kamen verschiede Murmeln: Pascal probierte es mit Active Shellfish, ich mit Natural Instinct, Markus mit  Pineapple Fish und Sebbi mit Active Liver.
 
Aber erst mal musste das Camp errichtet und die Latten scharf gemacht werden! Eigentlich wollte ich nach 36 Stunden auf Achse die erste Nacht gar nicht Fischen aber ich war hier zum Fischen und nicht zum Pennen. Die Arbeit wurde auch in der ersten Nacht gleich belohnt. Wir beide konnten unsere ersten “Ossis” fangen und dann gleich noch einen mit 15 kg. Was für ein Traumstart!
 
 
 
Bei Markus und  Sebbi lief es in der ersten Nacht nicht so gut. Außer einem einzelnen Pieper nichts.
In der zweiten Nacht legte dann Pascal wieder vor. Er konnte einen schönen Spiegler mit 17,5kg zum Landgang überreden. Bei Markus und Sebbi lief es zwar besser als in der ersten Nacht, sie verloren aber die Fische wegen Schnurbruchs. Das lag nicht am Material sondern an den Dreikantmuscheln die  in dem See stark vertreten waren. Deswegen movten sie am zweiten Tag…
Am nächsten Tag fing ich dann noch den einzigen Schuppi des ganzen Trips mit 13,8kg. Und dann ging’s los Pascal verlor drei Fische hintereinander und ich einen trotz der 0,80mm dicken Schlagschnur die einfach mitten drin gekappt wurde. Der Frust war groß aber wir geben nicht auf!!!
Dafür lief es bei Markus besser er konnte auf dem neuen Spot mehrere Karpfen fangen. Bei Sebbi lief es dagegen auch nicht so gut! Er konnte zwar Fische fangen aber ein Hecht mit ca.80cm und eine Aitel standen nicht in seinem Beuteschema.
 
 
 
 
Die nächsten zwei Tage vergingen aber mein Delkim blieb stumm. Alles was ich probierte half nichts. Doch am 5 Tag um ca. 14.30 Uhr lief dann meine weite Rute ab. Pascal paddelte mit mir dem Fisch entgegen, denn wir hatten starken Westwind. Ohne seine Hilfe wäre ich restlos aufgeschmissen gewesen. Über dem Fisch angekommen merkte ich dann schon, dass etwas Größeres am anderen Ende hängt.
Nach 20 Minuten kam er dann zum ersten Mal zum Vorschein. Pascal sah ihn als erstes und schrie, dass es ein Dicker sei. Beim ersten Kescherversuch fiel dann Pascal fast noch ins Wasser. Aber beim zweiten Versuch hatten wir es dann geschafft! Er lag im Netz. Sebbi kam uns dann noch mit seinem 5 - PS Außenborder zur Hilfe um uns ans Ufer zu ziehen. Auf der Rückfahrt spekulierten wir wie schwer er denn sein würde. Pascal und Sebbi meinten, dass er knapp 20kg haben könnte und ich tippte auf etwas über zwanzig.
 
Und Tatsache: Der Zeiger blieb bei 20,2kg stehen Ich freute mich wie ein Schneekönig.
 
Nach kurzem Fototermin und einem kurzen gemeinsamen Bad entließ ich ihn wieder in die Freiheit.
 
 
In der 6. Nacht verloren wir dann noch einen Fisch. In der Früh kam dann von Markus ein Funkspruch ob ich nicht meinen Fisch und meine Schnur abholen möchte! Er hatte einen Lauf bekommen und dabei meine Schnur eingesammelt. Leider stieg Markus' Fisch aus konnte meinen aber landen.
Die nächsten zwei Tage vergingen und wir konnten noch ein paar Fische zum Landgang überreden. Leider mussten wir am Freitag dann die Heimreise antreten. Insgesamt konnten  Markus, Sebbi, Pascal und ich 15 Karpfen fangen, davon waren 2 über 15kg und einer über 20 kg.
Leider verloren wir mindestens genauso viele Fische durch Schnurbruch auf den monströsen Muschelbänken. Manchmal hilft selbst das stärkste Material nichts...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Tight Lines
Obi