Am 03.04.2010 war es nun endlich wieder soweit.

05.02.2010 16:36 | Kundenberichte

 


Endlich wieder Karpfenangeln dachte ich mir und packte schnell mein ganzes Tackle zusammen und fuhr ans Wasser. Am See angekommen, schaute ich mir erst einmal das Gewässer an, ob ich irgendwo tote Fische erkennen konnte, denn der Winter bei uns in Berlin/Brandenburg war ja echt lange und hart.
Viele Fische sind durch den Sauerstoffmangel dieses Jahr an vielen Seen verendet.
Nach dem ich am See einige Meter abgelaufen war, konnte ich mit Erstaunen feststellen, dass nicht ein toter Fisch am Gewässerrand aufzufinden war. Voller Eifer und mit einem Lächeln im Gesicht stürmte ich zum Auto, lud mein Tackle aus und baute es auf.
Ich beköderte eine Montage mit jeweils einem halben Strawberry und Fruit`n Pepper PopUp und die andere mit einem Shellfish-X Poppie, dazu fütterte ich noch ein paar zerkleinerte Boilies und Pellets.
Danach machte ich erstmal Mittag.
Es vergingen einige Stunden und der Tag neigte sich langsam dem Ende.
Ich konnte kaum schlafen, weil das Thermometer draußen -3 Grad anzeigte und die kleine Heizung nicht wirklich hinterher kam.
Irgendwann siegte die Müdigkeit ich schlief ein.
Piep.. piep.. pieeeeeeeeeeeep machte es auf einmal, jippy ein - Run - dachte ich und ich riss den Schlafsack vor lauter Eifer auseinander und eilte zu meinen Ruten.
Dort angekommen, tappte ich ausversehen mit dem linken Fuß zu weit nach Vorne und platsch - schon war es passiert, auf einmal stand ich mit meinem Turnschuh voll im Wasser und ca. 5 sek. später wurde mein Fuß eiskalt.
Das allerdings war mir im Moment noch grade egal, weil ich einen starken Widerstand an der Rute spürte und ich erstmal mit dem Drillen beschäftigt war.
Nach ca. 2-3 Minuten drillen hatte sich der Fisch leider im Schilf festgesetzt. Somit blieb mir nichts weiter übrig, als ins Schlauchboot zu steigen und zu versuchen den Fisch mit dem Kescher von dort aus irgendwie zu landen.
Dies wiederum erwies sich als äußerst schwierig, weil der Fisch sich so sehr im Schilf verknotet hatte, dass die ganze Angelegenheit zur echten Herausforderung wurde.
Da ich keinen E-Motor am Schlauchboot habe, war das ganze nicht einfach, weil ich mich immer wieder beim Versuch den Fisch zu keschern, abgestoßen habe.
Somit vergingen einige Minuten bis ich den Fisch endlich keschern konnte.
Voller Freude hob ich vorsichtig den Fisch ins Schlauchboot und ruderte zum Ufer. Dort versorgte ich den Fisch zügig, damit ihm bei diesen frostigen Temperaturen nichts passiert.
Beim wiegen blieb der Zeiger dann bei genau 16kg stehen.
Nach dem wiegen bemerkte ich erst, dass ich ja schon voll am humpeln war.
Mein Wassersketsch von vorhin hatte sich als eine echt eisige Angelegenheit herausgestellt und somit ging ich ins Zelt um meinen Fuß zu trocknen und zu wärmen.
Nachdem mein Fuß langsam wieder aufgetaut war, legte ich mich wieder in meinen zerrissenen Schlafsack und schlief schnell wieder ein.
Am nächsten Morgen rief ich meinen Vater an das er ein paar schöne Fotos machen kann.
Beim fotografieren stellte ich fest, dass es doch ein besonders schöner Bursche ist und dass es ein für mich trotz des ganzen Hin- und Her, ein gelungener Saisonbeginn war.
Wären da nicht die Wollhandkrabben gewesen, die mir meine Montage nach dem erneuten Ausbringen abgetrennt haben, hätte ich vielleicht noch einen Fisch überlisten können.
 
Für mich war das wieder ein toller Erfolg und Einstig ins neue Jahr. Ich bin froh diese Boilies fischen zu können.

Ein fettes Petri Heil und schicke Fische wünscht...

Toni Zimmermann